Traditionspflege rund um den 1.Mai

Veröffentlicht am 04.05.2016, 10:33

Traditionspflege rund um den 1.Mai

<cdl> In vielen Ortschaften unserer Gemeinde wurden die Maitraditionen auch in diesem Jahr wieder gepflegt.
Die Maibäume, die in den Ortschaften aufgestellt wurden, waren recht unterschiedlich. Nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Art. Denn nicht überall wurde eine Birke mit einem Kranz geschmückt. Eines hatten sie aber alle gemeinsam, die Bäume kamen allesamt aus der Gemeinde selbst.
Etwa sechs Meter hoch ist die Birke, die nun auf dem Denkmalplatz in Lostau den Wonnemonat begrüßt und ankündigt. Der Heimatverein Lostau zeichnete sich auch in diesem Jahr wieder verantwortlich für die Ausrichtung des Maibaumaufstellens. Hier hatten Marlies und Siegfried Getzlaff die Federführung. Unter ihrer Anleitung und unter den Augen von etwa 40 Einwohner*innen wurde die Birke samt Kranz aufgerichtet. Nach etwa 20 Minuten war das Tagwerk vollbracht und eine große Anzahl derer, die sich hier versammelt hatten, machte sich bereit für den Tanz in den Mai. Dieser fand in diesem Jahr zum ersten Mal im Landgasthof Lostau statt. Das Motto war: „Die 1970iger Jahre“, entsprechend waren Musik und Getränke ausgelegt. Den etwa 120 Gästen gefiel die Tanzveranstaltung und sie begrüßten den Mai mit vielen Tanzeinlagen. Dass die 70iger nicht nur ein Kultjahrzehnt für jene sind, die selbst dabei waren, zeigte sich auch in der großen Anzahl junger Gäste, die den Abend ebenfalls sichtlich genossen.

In Körbelitz musste niemand den Baum mit Muskelkraft bewegen, hier kam Krantechnik zu Einsatz. Dafür hatten die Vereine und die Feuerwehr im Ort großen Anteil an der gemütlichen Feier auf dem Dorfplatz. Hier gab es Grillgut und Getränke, bereitgestellt durch die Freiwillige Feuerwehr des Ortes, Lieder wurden vorgetragen von den Kindergartenkindern und dem Seniorenchor des Seniorenclubs. Ortsbürgermeister Eckhard Brandt freute es, dass trotz des unbeständigen Wetters so viele junge Menschen der alten Tradition treu blieben und konnte sogar Gäste von außerhalb der Ortschaft begrüßen.

 

 

Etwas größer und vor allem heißer wurde in Hohenwarthe gefeiert. Hier hatte die Feuerwehr Organisation und Planung des Maibaumaufstellens und des Maifeuers übernommen. So holten die Kameraden der Ortswehr, unter musikalischer Begleitung der Weinbergmusikanten, die etwa 20 Meter hohe Kiefer noch selbst aus dem Wald, um sie dann in der Nähe der Gänsewiese unter den Augen von etwa 120 Hohenwarther*innen aufzustellen. Mit vereinten Kräften und vielen Seilen zogen sie den großen Baum in die Höhe. Am Ende war es dann Benjamin Kunze, der den Mut aufbrachte den Stamm hinaufzuklettern und die Halteseile zu entfernen. Als das letzte Seil fiel, war das für die Kinder das Signal, ihre Fackeln anzuzünden und in Richtung Sportplatz zu laufen. Hier standen nicht nur Tische und Bänke bereit, auch Musik spielte und natürlich warteten die, im Januar eingesammelten, Weihnachtsbäume darauf endlich ihrer letzten Bestimmung zugeführt zu werden. Das Maifeuer entzünden durften dann die Kinder mit ihren Fackeln selbst. Schnell schlugen die Flammen hoch und eine wohlige Wärme machte sich rund um das Feuer breit. Eine gute Gelegenheit, sich ein kühles Getränk zu holen und eventuell mit etwas Grillgut für den Abend vorzusorgen. So begrüßten die Hohenwarther am Feuer den 1. Mai.

In Möser wurde der 1. Mai groß gefeiert. Der Bunte Markt begrüßte viele Gäste, auch von außerhalb der Gemeinde. Das Angebot war vielseitig und facettenreich. Was einst als Tag der offenen Tür der Ortsfeuerwehr begann und dann vom Heimatverein zum bunten Markt weiterentwickelt wurde, hat sich mittlerweile zu einer Veranstaltung entwickelt, die selbst in der Kreisstadt Burg und in der Landeshauptstadt Magdeburg wahrgenommen wird. Zu einer richtigen Maifeier gehörte natürlich auch in Möser der Maibaum. Diesen stellte, wie in jedem Jahr, die Möseraner Feuerwehr direkt neben ihrem Gerätehaus auf. Dabei zeigten sie, dass mit Leitern und Seilen noch mehr anzufangen ist, als klettern und retten. Vom Schützenverein der Gartenstadt erhielten dann einige der Kameraden noch eine Urkunde für ihre Treffsicherheit. Im vergangenen Jahr hatten sich die Schützen und die Brandschützer zu einem gemütlichen Abend im Schützenhaus verabredet und gemeinsam geschossen. Hier legten die Blauröcke eine beachtliche Ruhe und Zielgenauigkeit an den Tag, die selbst von Bernd-Rainer Golkenrath, dem Vorsitzenden des Schützenvereins respektvoll anerkannt wurde. Mit 178 Punkten bei 20 Schuss waren Anja Schubert und Henry Köckert am erfolgreichsten. Eine Urkunde mit allen Trefferergebnissen wurde dann dem Ortswehrleiter Bernd Girke überreicht. Kurz darauf machten die sich die Kinder der Kindertagesstätte MS Piratenclub bereit, um mit ihrem Programm die Anwesenden zu begeistern. Während die Kinder sangen und tanzten bildete sich eine große Traube, denn alle wollten zuschauen. Die sechs Gärtner, die Schausteller und Verpflegungsstände konnten da für kurze Zeit durchschnaufen. Der bunte Markt war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg, das bestätigte die Vorsitzende des Heimatvereins der Garten Stadt Möser, Christiane Fuchs.

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