11. Mai: Vor 100 Tagen wurden zwei Kindertagesstätten in freie Trägerschaft übergeben

Veröffentlicht am 09.05.2014, 22:31

Bürgermeister Bernd Köppen: Die Zusammenarbeit war von Anfang an offen, ehrlich und konstruktiv. Die Arbeit des EBG ist ergebnisorientiert und auftretende Probleme, die die Gemeinde nicht lösen konnte, werden aktiv und zügig gelöst. Es ist deutlich zu erkennen, dass der neue Träger Anleitungen und einen praktischen  Erfahrungsaustausch zu pädagogischen Konzepten gibt und dabei gestalterisch und kooperativ tätig ist. Schön ist es, dass die Zusammenarbeit mit der Grundschule dazu aktiviert werden konnte. Als Bürgermeister bin ich überzeugt, dass für die Kitas Körbelitz und Möser/Schermen völlig neue Perspektiven entstehen und diese Einrichtungen in der Kita-Landschaft unserer Gemeinde und in der gesamten Region einen anerkannten Platz erhalten.
Ulrike Schulze, Leiterin des MS-Piratenclub, Möser/Schermen: „Sicher gab es Ängste, besonders nach den teilweise heftigen Diskussionen um die Übertragung. Aber dann hat das EBG uns Erzieher vom ersten Tag an mitgenommen. Wir führen regelmäßig Gespräche, erörtern Probleme und entwickeln das pädagogische Konzept für die Einrichtung ständig weiter. Alles Punkte, die die Gemeinde nicht leisten Konnte. Ganz wichtig sind auch die regelmäßigen Fortbildungen und die Entwicklung gemeinsamer Strategien.
Cornelia Bruchmüller, Beauftrage des EBG für die Kitas: Unser pädagogisches Konzept ist gut. Davon waren wir schon auf der Trägerbörse in Möser überzeugt. Für uns stehen immer die Kinder im Vordergrund. Zusammen mit den Erzieherinnen wollen wir erreichen, dass die Mädchen und Jungen gut auf die Schule vorbereitet werden. Gemeinsam mit den Einrichtungen gehen wir deshalb auf die Eltern zu und suchen den regelmäßigen Kontakt. Bei den Erziehern spüren wir, dass eine Art Aufbruchsstimmung herrscht – sie hinterfragen ihre Arbeit, entwickeln eigene Projekte und befruchten mit ihren Ideen unsere Arbeit ungemein.
Antje Burchhardt, Vorsitzende des Elternkuratoriums: Seit die Eltern spüren, dass das EBG an ihrer Seite ist, werden sie ruhiger und nehmen die Veränderungen an. Für uns ist wichtig, dass Probleme sofort angegangen werden, wie jetzt zum Beispiel die Essensversorgung, die die Eltern unbefriedigend finden. Das EBG hat eine Lösung in Zusammenarbeit mit der Kitaleitung und uns entwickelt, die alle zufriedenstellt und ein Gewinn für die Kita bedeutet (Anmerkung der Redaktion: Wir berichten demnächst ausführlich). Unser Fazit ist, dass das EBG die Entwicklung der Kitas in eine gute Richtung bringt. Das kommt besonders den Kindern zugute.
Linda Pudwel, stellvertretende Leiterin der Fachschulen und der Kitas des EBG: „Wir haben mehr Möglichkeiten als die Gemeinden. Ein Beispiel: In unseren Schulen bilden wir Erzieher aus, die ihr theoretisches Wissen dann auch praktisch in den Kitas umsetzen können. Wenn sie ein Theaterstück für Kinder erarbeiten, ist es ihnen möglich, dass auch vor Kindern aufzuführen. Damit verbinden wir vom ersten Schultag an, Theorie und Praxis. Und, es ist unser Bestreben, dass die jungen Erzieher dann auch in unseren Einrichtungen arbeiten, denn sie haben unsere Werte, Grundsätze und Vorstellungen erlernt, können diese also auch am besten umsetzen. Aber kein älterer Erzieher braucht Angst um seinen Job zu haben. Der Nachwuchs ist notwendige Ergänzung, nicht Ersatz.“
Dr. Bernhard Beckmann, Geschäftsführer  des EBG: „Auch wir haben während der Übertragungsphase ein wichtiges Stück Demokratie gelernt, nämlich bei der Anpassung des Träger- und Einrichtungskonzeptes. Unsere neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen uns weiter auf unserem pädagogischen Weg im Dienste der Kinder."                                   Thomas Pfundtner

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