25 Jahre Arbeit im Ort

Veröffentlicht am 29.04.2016, 09:05

25 Jahre Arbeit im Ort

<cdl> Gestern feierte der Seniorenclub Körbelitz sein 25-jähriges Bestehen. Neben Kaffee und Kuchen gab es auch Erinnerungen in Form von Bildern und eine ganz besondere Auszeichnung.
Es waren die gesellschaftlichen Veränderungen der Nachwendezeit, die den einstigen Vorstand der Volkssolidaritätsortsgruppe Körbelitz dazu veranlassten, über die Gründung eines Seniorenclubs im Ort nachzudenken. Das Leben wurde neu organisiert und mit dem Schluss vom 05. März 1991 nahm auch die organisierte Seniorenbetreuung wieder Formen an. Am 28. März 1991 war es dann soweit. 56 interessierte Körbelitzer*innen kamen zur Gründungsversammlung auf dem auch der erste Vorstand gewählt wurde. Zu ihm gehörten damals: Margit Lindecke, Karin Arnold, Helga Arnold, Rut Piorzek und Carola Schrader. Unterstützt wurde der Vorstand zudem von Hannelore Köhler, die bis heute mit ihrem Engagement dem Verein treu geblieben ist. Die Planungen der Vereinstätigkeit orientierten sich an altbekanntem, das auch heute noch als fester Bestandteil des Vereinslebens gilt. So werden Gratulationen zu Ehejubiläen und Geburtstagen als Selbstverständlichkeit im Seniorenclub angesehen. Gefeiert wurde bei den Körbelitzer Senior*innen schon immer. Deshalb wollte auch der Seniorenclub die schönen, gemeinsamen Stunden nicht aufgeben. Kappefest, wie in Körbelitz der Fasching genannt wird, und Weihnachtsfeiern gehören deshalb auch heute noch, nach einem viertel Jahrhundert Vereinsleben, zum festen kulturellen Programm. Neu hingegen ist der gemischte Chor, der sich erst im Jahr 2007 als Abteilung fand.

Mittlerweile ist er aber eine feste Größe im Ort, die nie fehlen darf, wenn es etwas zu feiern gibt. Festgehalten wurde auch an der Hilfe im Lebensalltag. Mitglieder helfen Mitgliedern, denn das macht Gemeinschaft aus, darauf verwies auch Ingeborg Schwenk, die als Moderatorin durch die Jubiläumsveranstaltung führte. Sie konnte auch die Damen nach vorne bitten, die sich von Anfang an für den Verein und dessen Mitglieder stark gemacht und eingesetzt haben. Für sie alle gab es ein kleines Präsent als Dankeschön. Dem konnten natürlich Ortsbürgermeister Eckhard Brandt, Gemeindebürgermeister Bernd Köppen und Landrat Steffen Burchhardt nicht nachstehen. Brandt schenkte dem Verein ein dickes Buch und musste gestehen, dass ihm erst spät bewusst geworden ist, dass es in seinem Ort eine so rege Seniorentruppe gibt. Köppen wiederrum lobte das gemeinschaftliche Miteinander und das Heimatgefühl, welches der Seniorenclub vermittelt. Deshalb hatte er auch ein kleines Flachgeschenk über 250 Euro dabei. Der Landrat war aber nicht nur wegen des Clubjubiläums gekommen. Seine Mission war eine ganz besondere, wie er selbst sagte. „Immer für andere da zu sein, das ist wahrlich keine einfache Aufgabe“, begann er seine Grußworte. „Es gibt Unterschiede im Kulturleben des Landkreises und hier in Körbelitz wurde etwas ganz besonderes geschaffen, an dem eine Person große Verdienste hat“, führte er fort. Diese Person, so Burchhardt habe das Dorfleben nachhaltig bereichert, sei Impulsgeber gewesen und hat stets gefragt was sie tun kann. „Das alles geht weit über das Selbstverständliche hinaus“, formulierte er es in seiner Laudatio. Dann kam er zum Kern. Aus dem Verein heraus wurde dessen Vorsitzende und Gründungsmitglied Margit Lindecke für die Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt vorgeschlagen. Diesem Vorschlag folgte die Landesregierung und Burchhardt als Landrat hatte die ehrenvolle Aufgabe, diese Auszeichnung vorzunehmen. Margit Lindecke bedankte sich bei ihren Mitgliedern und gerade als sich alle einem Rückblick in Bildern widmen wollten, kamen lauter kleine Körbelitzer*innen zum Überraschungsbesuch vorbei. Sie sangen, trugen Gedichte vor und hatte sogar ein Geschenk, in Form eines selbstgestalteten Bildes dabei. Nach gemeinsamen Singen von Jung und Alt endete der gemütliche Nachmittag der Senior*innen am frühen Abend.

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