Alte Technik aus der Gemeinde

Veröffentlicht am 25.04.2016, 09:02

Alte Technik aus der Gemeinde

<cdl> Beim diesjährigen, sechsten Schaupflügen in Schartau waren auch Landwirtschafts- und Schlepperfreunde aus unserer Gemeinde vertreten.
Es gibt sie noch die alten Schätze, die von früheren Zeiten in der Landwirtschaft erzählen. Davon konnten sich auch die Besucher*innen beim diesjährigen Schaupflügen in Schartau überzeugen. Wie groß, bekannt und wichtig diese Veranstaltung mittlerweile für den ländlichen Raum ist, zeigte auch die Teilnahme von Schlepper- und Pflugbesitzern weiter über die Grenzen der Stadt Burg und des Landkreises hinaus. Altes Eisen will gepflegt und bewegt sein, das wissen auch Ulrich Fehse (Hohenwarthe), Christian Borth (Lostau) und Otto Markgraf (Schermen). Sie nahmen am Schaupflügen mit Dreispänner und Schleppern teil. Schon lange vor der Veranstaltung machte sich beispielsweise Christian Borth daran, seinen Massey Ferguson von 1981 wieder auf Vordermann zu bringen. Schließlich sollte nicht nur alles detailgetreu sein, sondern auch fahrbereit. Es galt immerhin einen Zweischar-Wendepflug der Firma Krone von 1974 durch den Boden zu ziehen und eine möglichst gleichmäßige Furche zu erzielen.

Auch bei Otto Markgraf wird dies nicht anders gewesen sein, sein Zetor 5211 von 1987 hatte ebenso zu arbeiten. Mit dem Dreischar-Anbaupflug B226 jedenfalls gelang es ebenso den Boden zu brechen. Ganz auf Muskelkraft setzten hingegen Ulrich Fehse und Schwiegersohn Ronny Fehse. Beiden führten einen Dreispänner, gezogen von Warmblütern. Ein seltener und erhabener Anblick. Dreispänner in der Landwirtschaft waren schon zur damaligen Zeit eine Besonderheit und sind es deshalb heute umso mehr. Den Einschar-Karrenpflug mit seinen sieben Metern Breite jedenfalls zogen die Pferde trotzig und mit eiserner Disziplin.
Sicher gibt es in unserer Gemeinde noch weitere Besitzer von alten Pflügen und Schleppern. Auch sie tragen mit der Pflege dieser alten Landwirtschaftstechnik zum Erhalt einer vorzeigbaren Landwirtschaftsgeschichte bei. Da ist die Frage erlaubt: Warum nicht auch mal bei einem eigenen Treffen in unserer Gemeinde?

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