Augen auf beim Grundstückskauf: Gemeinde unterstützt junge Interessenten

Veröffentlicht am 13.05.2013, 14:17

Förderung begann im Mai

Bauland ist begehrt. Aber Bauland ist knapp. Viele junge Einheimische verlassen deshalb ihren Heimatort, weil sie bauen möchten, es aber an bezahlbaren Grundstücken mangelt. Auch für die Ortschaften ist das ein Problem, das sich nicht nur in sinkenden Einwohnerzahlen widerspiegelt. Geringere Einnahmen für die örtliche Wirtschaft, weniger Zuweisungen vom Land und vieles mehr sind die Folgen Auch unsere Einheitsgemeinde ist betroffen: In der Zeit vom 31. März 2010 bis März 2013 sank die Einwohnerzahl um 149 Personen.
Kein Wunder also, dass in der Verwaltung und im Gemeinderat nach Wegen gesucht wird, jungen Leuten die Möglichkeit zu geben, hier zu bauen.
Deshalb beschlossen unsere Räte jetzt, das Bauen zu fördern, indem beim Erwerb von gemeindeeigenen Grundstücken Zuschüsse gezahlt werden. Die Förderung ist allerdings an einige Bedingungen geknüpft.
Generell beträgt die Förderung 2 000 Euro. Dabei ist zu beachten, dass junge Paare zusammen maximal 70 Jahre alt sein dürfen. Für jedes Kind gibt es zusätzlich noch einmal einen Nachlass von 1 000 Euro.

Maximal 5.000 Euro werden verrechnet

Dieses Geld je Kind wird auch dann gezahlt, wenn der Nachwuchs erst auf die Welt kommt, wenn die Eltern schon in ihrem neuen Haus leben. Die Regelung gilt für die ersten fünf Jahre ab Abschluss des Kaufvertrags. Ebenfalls wichtig: Die maximale Förderhöhe für eine junge Familie beträgt 5 000  Euro. Die jeweilige Summe wird vom Gesamtpreis des Grundstücks abgezogen.
Profitieren auch Alleinstehende von dem Förderprogramm?
Bedingt. Für Alleinerziehende, die maximal 35 Jahre alt sind, gilt diese Regelung ebenfalls. Für Alleinstehende nicht.
Ab wann gilt die Förderung?
Die Regelung (sie ist übrigens durch das Familienförderungsgesetz von Sachen-Anhalt abgesichert) ist bereits zum 1. Mai in Kraft getreten und gilt auch für das neue Wohngebiet „Am Grabenbruch“ in Lostau. Hier besitzt die Gemeinde 38 Grundstücke zwischen 677 und 1 381 Quadratmetern Größe. Voll erschlossen kostet der Quadratmeter 48 Euro. „Ein guter Preis“, wissen Experten, „denn mittlerweile werden in Möser und Umgebung bis zu zehn Euro mehr pro Quadratmeter verlangt.“
Gilt die Förderung auch für Nicht-Einheimische?
Ja. Jede junge Familie, die sich hier ansiedeln will, ist herzlich willkommen. Bürgermeister Bernd Köppen: “Ich denke, dieses Wohngebiet ist für junge Leute sehr interessant. Die Kombination aus kinderfreundlicher Gemeinde mit hervorragender Infrastruktur und der Fördermöglichkeit bis 5 000 Euro macht mich optimistisch, dass auf dem Gelände bald die ersten Bodenplatten gegossen werden.“
Und wann geht es los?
Bereits im Mai sollen nach Möglichkeit die Erschließungsmaßnahmen beginnen, sodass der erste Bauabschnitt (siehe Karte) in Angriff genommen werden kann.
Wie komme ich an ein Gemeinde-Grundstück?
Entweder Sie schicken eine Email an info@gemeinde-moeser.de, rufen in der Verwaltung an (039222-90 80) oder gehen direkt hin. Bernd Köppen: „Aus Gleichbehandlungsgründen erfolgt die Bearbeitung in der Reihenfolge der Eingänge.“
Was ist mit den anderen Grundstücken?
Sie gehören der Sparkasse oder Privatpersonen. Es sind die Grundstücke, die auf der unten stehenden Karte  n i c h t  nummeriert sind. Auch diese können gekauft werden, wenn sie angeboten werden.

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