Bauhof: Gestellte Aufgaben werden erfüllt

Veröffentlicht am 07.07.2016, 14:24

Bauhof: Gestellte Aufgaben werden erfüllt

<cdl> Zu einem etwas anderen Bericht zur Wirtschaftlichkeit und Effektivität des Baubetriebshofes der Gemeinde Möser lud der Gemeindebürgermeister Bernd Köppen die Gemeinderatsmitglieder ein.
Acht von 21 Gemeinderatsmitgliedern nahmen die Einladung zur Besichtigung des Bauhofes und zum persönlichen Gespräch mit dem Bauhofleiter Ingo Schmalz und seinen Mitarbeitern an. Sie alle erfuhren von Schmalz etwas zur täglichen Arbeit und dem Verwaltungsablauf bei der Abarbeitung von Aufträgen. Da der Baubetriebshof mit der doppelten Haushaltsführung arbeitet, ist er laut Gemeindebürgermeister wie ein kleiner Betrieb anzusehen, der allerdings seine Aufträge allein aus der Verwaltung der Gemeinde Möser erhält. Der Gemeinderatsvorsitzende Hermann Lünsmann erinnerte bei der Begrüßung daran, dass der Bauhof eine nach außenhin sichtbare Arbeit verrichte, die zudem das Ansehen der Gemeinde beeinflusse. Wegen der guten Arbeit der 17 festangestellten Mitarbeiter, so Lünsmann weiter, sei in den letzten Jahren ein gutes Erscheinungsbild der Gemeinde entstanden. Köppen wiederum lobte die effektive und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Gemeindeverwaltung und Baubetriebshof und sprach von einer schlagkräftigen Truppe. Ingo Schmalz selbst wollte sich nicht so sehr auf die Schultern klopfen. „Es war nicht einfach seit 2010 alles so aufzubauen, wie es jetzt ist. Am Anfang gab es doch viele Skeptiker. Heute jedoch verrichten wir unsere Arbeit mit optimaler Technik und Mannschaft.“ Diese Arbeit, die Schmalz ansprach, definierte er wie folgt: „90 Prozent der zu erledigenden Aufgaben bestehen aus Grünschnitt- und Pflegemaßnahmen auf Freiflächen, Friedhöfen und Parks. Nur etwa zehn Prozent machen Reparaturarbeiten an Gebäuden, Rastplätzen, Fußwegen und Straßen aus.“

Obwohl die Mannschaft des Baubetriebshofes zusätzliche Verstärkung über einen Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes, drei Teilnehmer am Projekt soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt und fünf weiteren Personen, die über eine geförderte Eingliederungsmaßnahme für Empfänger von Arbeitslosengeld II beim Baubetriebshof beschäftigt sind, erhält, können die gestellten Aufgaben nur mit hohem Einsatz erfüllt werden. Schmalz versucht dies gegenüber den Gemeinderatsmitgliedern mit einem Beispiel zu belegen. Allein drei Tage bräuchten die Mitarbeiter des Bauhofes, um die Grünflächen in einem Ort wie Lostau vollständig zu mähen und anschließende Pflegearbeiten durchzuführen. Bei sechs Ortschaften wäre dies laut Schmalz ein ewiger Kreislauf, der normalerweise keine anderen Arbeiten zuließe. Von April bis Oktober liefen die Rasentraktoren sieben Stunden pro Tag, so Schmalz auf Nachfrage. Doch das Landesverwaltungsamt sieht das anders, darauf machte Köppen aufmerksam. Den Gemeinden würden pro 1000 Einwohner nur ein Bauhofmitarbeiter zugestanden. Damit seien aber die Aufgaben in der Gemeinde mit ihrer Fläche von 80,1 Quadratkilometern auf keinen Fall zu leisten, warf der Bauhofleiter direkt ein. Obwohl die Technik optimal ausgenutzt würde, müssten pro Woche zirka fünf Stunden Reparaturarbeiten an den Kleingeräten aufgewandt werden, erklärte Schmalz. Viele der verwendeten Maschinen stammen noch aus den einstigen sechs selbstständigen Gemeinden vor dem Zusammenschluß zur Einheitsgemeinde Möser. Hier gäbe es in den nächsten Jahren dringenden Bedarf an Ersatzbeschaffungen, die rechtzeitig in den Haushalt eingestellt werden müssten, versuchte der Bauhofleiter die anwesenden Gemeinderatsmitglieder für das Thema Technikbeschaffung zu sensibilisieren. Im Anschluss an die Besichtigung kam der gesamte Gemeinderat zu seiner jüngsten Sitzung zusammen, in der unter anderem der Haushalt der Gemeinde Möser für das Jahr 2016 beschlossen wurde.

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