Das letzte Mal in der „grünen Tanne“

Veröffentlicht am 30.01.2016, 21:19

Das letzte Mal in der „grünen Tanne“

Jahreslang war die „grüne Tanne“ in Schermen die Heimstätte der Volkssolidaritätsortsgruppe Schermen. Nun schließt die Gaststätte im Ortskern am 31.01.2016 ihre Türen. Damit verliert nicht nur die Volkssolidarität einen Saal im Ort, in dem sie ihre Versammlungen durchführen kann, auch andere Vereine, sowie die Bürger*innen verlieren die Möglichkeit, sich im Ortskern zu treffen und zu feiern. Wohl auch deshalb war die Jahreshauptversammlung der Volkssolidaritätsortsgruppe Schermen im der „grünen Tanne“ etwas ganz Besonderes.
Eigentlich wollte sich der Vorstand der Volkssolidaritätsortsgruppe Schermen persönlich bei Inhaberin Elfriede Wetzel und ihren neun Mitarbeiter*innen bedanken, doch als es soweit war die mitgebrachten Blumensträuße zu überreichen, da war Elfi, wie Elfriede Wetzel hier liebevoll von allen genannt wird, nicht mehr aufzufinden. Zu emotional ist der Abschied von der „grünen Tanne“ auch für sie. Zu emotional das Dankeschön für etwas, das Elfi seit je her als etwa Selbstverständliches angesehen hat. Und so blieb der Vorsitzenden Karin Wucherpennig nichts anders übrig, als stellvertretend die Blumensträuße an Mitarbeiterin Waldtraud Erhardt zu übergeben.
Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken mit Torte und Kuchen begann dann auch der offizielle Teil der Jahreshauptversammlung der Volkssolidaritätsortsgruppe Schermen.
Den Beginn machte der Jahresbericht der Vorsitzenden. Eine gute Nachricht hatte Karin Wucherpennig gleich zu Beginn, da im letzten Jahr die Mitgliederzahl von 55 auf 59 gestiegen ist. Es folgte eine Auflistung der Aktivitäten des vergangen Jahres und ein Einblick in die finanzielle Situation der Volkssolidaritätsortsgruppe.

Hier standen 2706 Euro Einnahmen aus Mitgliedbeiträgen und Spenden, Ausgaben von 3041 Euro gegenüber.
Das Schlusswort galt auch hier noch einmal Elfriede Wetzel, bei der sich die Ortsgruppenvorsitzende noch einmal für die tolle Betreuung bedankte.
Einen kleinen Querschuss in Richtung Leitbild konnte sich Karin Wucherpfennig auch nicht verkneifen. Obwohl es von Seiten der Schermener Bürger*innen frühzeitig Hinweise auf die Schließung der einzigen Gaststätte im Ort gab, wurden diese Hinweise weder bedacht noch in das Leitbild eingearbeitet, konstatierte Kose, die nicht umhin kam zu betonen: „Die Leittragenden sind leider die Bürger*innen der Ortschaft Schermen.“
Dem Jahresbericht schloss sich Manfred Wucherpfennig an, der über die Arbeit der einzelnen Interessengruppen berichtete. Hier schilderte er, dass die Schwimmgruppe im Jahr 2015 188 Mal zu Fahrten aufbrach und sich bis zu 19 Teilnehmer*innen daran beteiligten.
Weiter ging es mit den Radwanderfreunden, der Handarbeitsgruppe, dem Chor, den Rommé- und Schachspielern. Hier hatte Wucherpfennig am meisten zu berichten. Spieler aus Schermen, Möser, Hohenwarthe und der benachbarten Gemeinde Biederitz kämen wöchentlich zum Spiel zusammen. Zudem habe die Schachgruppe Patenschaften mit der Sekundarschule Möser und der Grundschule „Pestalozzi“ in Burg.
Den Grundsatz allen Handelns für die Volkssolidaritätsortsgruppe Schermen beschrieb Wucherpfennig so: „Ziel ist es, mit den Interessengruppen für jeden etwas anzubieten, das inhaltsreich, abwechslungsreich und gemeinnützig ist.“
Damit endete die Jahreshauptversammlung und das letzte Treffen der Volkssolidarität in der „grünen Tanne“ Schermen.

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