Die Doppik ist schuld: Haushalt für 2013 kommt erst im Sommer

Veröffentlicht am 25.01.2013, 16:12

Doppik ist Neuland und erfordert Umdenken

Doppik gestaltet Einnahmen und Kosten einer Kommune transparenter. Insbesondere können die Beträge durch die vielen Positionen sehr viel eindeutiger zugewiesen werden. Das bedeutet aber andererseits bei der Einführung auch einen sehr hohen Arbeitsaufwand und buchhalterische Kenntnisse. Nicht nur, dass das gesamte Gemeinde-Inventar erfasst und bewertet werden muss. Nein, es sind auch Abschreibungen auf sämtliche Investitionsgüter (inklusive Straßen, kommunalem Hauseigentum etc.) zu tätigen. Auch die Eröffnungsbilanz erfordert viel Zeit und Geduld. Es nützt nichts, wenn diese fehlerhaft ist und ständig korrigiert werden müsste, da dies von der Kommunalaufsicht als nicht zulässig untersagt worden ist.

Nur Zahlungen, keine Investitionen

Seit dem 1. Januar bucht die Gemeinde alle Verträge nach dem doppischen System. Allerdings wird nur eine sogenannte vorläufige Haushaltsführung betrieben, da es noch keinen gültigen Haushalt für 2013 gibt.
Das bedeutet: Die Gemeinde zahlt nur, wozu sie rechtlich verpflichtet ist oder wenn für unaufschiebbare Aufgaben weitere Beträge fällig werden. Investive Maßnahmen müssen vorerst durch die entsprechenden
Ratsbeschlüsse abgesichert werden.
Im Juli soll der Haushalt 2013 auf der Gemeinderatssitzung diskutiert und beschlossen werden, nachdem die Fachausschüsse und die Ortschaftsräte über die Zahlen befunden haben. Für die Räte bedeutet der neue doppische Haushalt eine große Herausforderung, denn Aufbau und Darstellung unterscheiden sich von der Kameralistik ganz erheblich.
Bürgermeister Bernd Köppen: „Das ist echtes Neuland und verlangt von allen Beteiligten Umdenken.“

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