Ein Jahr Baubetriebshof: Leiter zieht Blanz

Veröffentlicht am 09.04.2012, 15:13

Technische Ausstattung ist hervorragend

Baubetriebshofleiter Bernd Stert ist mit der Entwicklung insgesamt zufrieden. Besonders die technische Ausrüstung konnte auf einen ausgezeichneten Stand gebracht werden, teilte er den Gemeinderäten und Zuhörern auf der öffentlichen Sitzung mit: "Es wurde neue Technik für den Winterdienst und für die Grünpfelege, sofern diese mit Maschinen gemacht werden kann, angeschafft."
Dann erläuterte er, wie der Baubetriebshof mit Aufträgen umgeht: "Wir bekommen die Aufträge aus der Verwaltung und arbeiten alles nach Eingang ab. Deshalb  bitte ich noch einmal alle Ortsbürgermeister, ihre Wünsche schriftlich an die Verwaltung melden."
Allerdings, so Bernd Stert, sei dies natürlich nicht die einzige Basis für die Arbeiten: "Auch Hinweisen aus der Verwaltung direkt oder Tipps von Anwohnern gehen wir natürlich schnell nach und reagieren entsprechend."

Milder Winter war von Vorteil

Da der Winter relativ mild war ("im Gegensatz zur vergangenen Kälteperiode", so Stert) konnten die Mitarbeiter des Bauhofes früher als geplant Baumpflegearbeiten ausführen. Außerdem wurden in der beheizten Halle, die zum Bauberiebshof gehört, wichtige kleinere Reparaturarbeiten ausgeführt, "da die Maschinen und Geräte nicht ständig im Einsatz waren." Derzeit beschäftigen sich die zehn Mitarbeiter mit dem Abfräsen von Bankettstreifen in Möser, Schermen und Hohenwarthe.
Die anwesenden Ortsteilbürgermeister kritisierten, dass vor allem die Pflegearbeiten an  Grünflächen und Rabatten, die mit der Hand ausgeführt werden müssen, in den Ortschaften der Einheitsgemeinde längst nicht mehr so erfolgen, "wie es sein sollte".
Darauf reagierte der Baubetriebshofleiter umgehend: Der Grund, so Bernd Stert, liegt am Personalbestand: "Für die Grünflächenpflege zum Beispiel von Lostau standen einst drei Gemeindearbeiter, fünf Ein-Euro-Jober und eine Fremdfirma zu Verfügung. Heute gibt es nur noch die zehn Bauhofmitarbeiter für alle Ortschaften der Gemeinde."

Statt Rabatten mehr Grasflächen schaffen

Während Ortsbürgermeister Bernd Köppen mitteilte, dass die Verwaltung Möglichlkeiten auslote, wie neues Personal für die Grünflächenpflege gefunden werde, schlug Bauamtsleiter Hartmut Dehne vor "besonders arbeitsintensive Rabatte in Grasflächen umzuwandeln..."
Auf die Frage, ob es möglich sei, dass die einstigen Gemeindearbeiter, die jetzt im Baubetriebshof sind, tageweise in ihren alten Ortschaften einzusetzen, sagte Bernd Stert: "Nein. Die neue Struktur und die Organisation machen dies nicht mehr möglich."
Und angesprochen auf die Personalstärke, erklärte der Baubetriebshofleiter, dass man sich natürlich über weitere Mitarbeiter freuen würde, aber dies in der jetzigen Situation nicht zwingend notwendig sei: "Wir kommen gut hin."

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