Gemeindewehrleiter zufrieden: Drei neue Feuerwehrkameraden verpflichtet

Veröffentlicht am 01.06.2012, 07:59

Nicht alles ist freiwillig

Jacqueline Gellert (24) aus Lostau, Lutz Oelze (47) aus Hohenwarthe und Sebastian Braune (29) aus Pietzpuhl haben sich entschlossen in den jeweiligen Ortswehren Mitglied zu sein. Wer nun denkt, dass "Freiwillige Feuerwehr" auch freiwillig bedeutet, sollte umdenken. Gemeindewehrleiter Dirk Jeitner erklärte
www.gemeinde-moeser.de: "Die Entscheidung, Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr zu werden, ist freiwillig. Ebenso der Austritt. Aber, wenn sich jemand entschlossen hat, der freiwilligen Feuerwehr beizutreten, muss er dienstverpflichtet werden. Dazu sind die Aufgaben und die Funktionen der Wehren einfach viel zu bedeutend und wichtig."

Warum Feuerwehrleute dienstverpflichtet werden


Dies wird besonders deutlich durch die "Verpflichtungserklärung zur Aufnahme in den aktiven Dienst der Feuerwehr", die die neuen Kameradinnen und Kameraden abgeben müssen. Im Trauzimmer der Verwaltung verlas Bernd Köppen, diese Erklärung, die wir hier veröffentlichen:

Ich erkläre, dass ich die Pflichten eines Feuerwehrangehörigen nach dem Feuerwehrgesetz (in der jeweils gültigen Fassung), nach der Feuerwehrsatzung und der Dienstordnung des Bürgermeisters sowie die sich aus der Mitwirkung der Gemeindefeuerwehr im Katastrophenschutz ergebenden Pflichten nach besten Kräften erfüllen werde. Insbesondere werde ich...
...am Dienst und an Ausbildungslehrgängen regelmäßig und pünktlich teilnehmen
...bei Alarm mich unverzüglich zum Dienst am Alarmplatz einfinden
...den dienstlichen Weisungen des Vorgesetzten nachkommen
...im Dienst vorbildliches Verhalten zeigen und mich den anderen Angehörigen der Feuerwehr gegenüber kameradschaftlich verhalten
...die Ausbildungss- und Unfallverhütungsvorschriften für den Feuerwehrdienst beachten
...die mir anvertrauten Ausrüstungsstücke, Geräte und Einrichtugen gewissenhaft pflegen, sie nur für dienstliche Zwecke benutzen und sie bei meinem Ausscheiden aus der Feuerwehr wieder abgeben
...bei einer Dienstverhinderung mich bei meinem Vorgesetzten vor Dienstbeginn, spätestens am folgenden Tage entschuldigen und eine Anwesenheit von länger als zwei Wochen rechtzeitig vorher anzeigen.

Entspannte Stimmung nach der Verpflichtung



Nicht wenig, was den Kameraden abverlangt wird. Aber im Grunde genommen völlig normal, denn Feuerwehrdienst bedeutet Verantwortung, Zuverlässigkeit und auch die Bereitschaft, sich im Dienst der Sache unterzuordnen. Für die drei neuen Kameraden kein Problem. und deshalb bestätigten sie auch mit kräftiger Stimme, dass sie diese Punkte einhalten und sich ihrer Verantwortung bewusst sind.
Im Beisein von Nadine Lück, in der Verwaltung zuständig für die Feuerwehren, des Lostauer Ortsbürgermeisters Helmer Frommholz und dem Gemeinderatsvorsitzenden Hermann Lünsmann übergaben Bürgermeister Bernd Köppen und Gemeindewehrleiter den neuen Feuerwehrkameraden ihre Urkunden und bunte Frühlingssträuße. Dann gab es Gratulationen von allen Seiten und die feierliche Stimmung entspannte sich sichtlich.  
Den drei neuen Kameraden war die Erleichterung, ob des Endes der Zeremonie sichtlich anzumerken, und jetzt freuen sie sich auf die beginnende Grundausbildung zum Feuerwehrmann, die gut zwei Jahre dauert. Gemeindewehrleiter Dirk Jeitner: "Ich freue mich, dass wir gleich drei Kameraden auf einen Schlag hinzugewonnen haben. Das passiert nicht mehr allzu häufig. Ich hoffe, dass die Entscheidung von Jacqueline, Lutz und Sebastian für andere Intereressierte ein Anstoss ist, ebenfalls zur Feuerwehr zu gehen." 

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