Grundschule ganz Märchenhaft

Veröffentlicht am 15.12.2016, 08:25

Grundschule ganz Märchenhaft

<sdh>„Es war einmal…“, alle Jahre wieder probt die engagierte Lehrerin der Grundschule Möser, Heidi Knauder, mit den fleißigen Schülerinnen und Schülern ihrer Theater AG ein Weihnachtsmärchen ein.

Seit September haben die vierzehn jungen Talente diesmal geübt, bis sie in der letzten Schulwoche vor den Weihnachtsferien vier nahezu perfekte Vorstellungen abliefern konnten. Auf dem Programm stand das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein, das Heidi Knauder wieder einmal liebevoll für ihre Theaterkinder adaptiert hatte und zu dem neben allen Kindergärten der Gemeinde und den ersten Klassen der Grundschule wie immer auch Eltern, Großeltern und alle anderen Interessierten eingeladen waren. Sogar die Elbspatzen der KITA Schartau haben den langen Weg auf sich genommen, um eine Aufführung anzusehen. Schon vor Beginn der Vorstellung und auch währenddessen, fielen nicht nur die liebevoll ausgeschmückte Kulisse und die tollen Kostüme, sondern vor allem auch die täuschend echte Gesichtsbemalung der Geißlein, sowie deren Mutter und auch Lehrerin auf, die eine talentierte und hilfsbereite Mutter, Frau Martin, auf die Gesichter der Darstellerinnen gezaubert hatte. Zu Beginn sangen alle Kinder gemeinsam das Lied „So viel Heimlichkeit in der Weihnachtszeit“, das auch die Zuschauer schon im Kindergarten geübt hatten und somit mitsingen konnten. Mit der Vorstellung ihrer Töchter eröffnete die Geißenmutter dann das Schauspiel. Nacheinander betraten Liesl, Kati, Paula, Hanna, Tina, Lisa und Coockie, das jüngste der Kinder, die Bühne.  In der anschließenden Schulstunde belehrte die Lehrerin ihre Schülerinnen und warnte sie vor dem bösen Wolf, ließ ihn anschaulich beschreiben und von allen auf Schiefertäfelchen zeichnen und wies noch einmal auf seine raue Stimme hin. Wieder zuhause hatte die Geißenmutter ein leckeres Mittagessen bereitgestellt, bevor sie sich in den tiefen dunklen Wald aufmachte und die Kleinen alleine ließ. 

Nachdem auch sie noch mal die Kinder gewarnt hatte, ging sie los und die braven Schwestern machten alles blitzeblank. Als es zum ersten Mal an der Türe klopfte, entlarvten die Geißlein den bösen Wolf wegen seiner tiefen Stimme, worauf er zum Krämer lief und Kreide, aus Baiser, fraß, um eine helle, liebliche Stimme wie die alte Geiß zu bekommen. Auch sein zweiter Versuch, in das Haus zu kommen, scheiterte bekannter Weise, diesmal daran, dass seine Pfoten dunkel waren, als er sie durchs Fenster steckte. Auch da wusste sich der Bösewicht zu helfen und zwang den Müller, ihm dieselbe mit Mehl zu weißen. Diesmal trickste er die sieben Kinderchen aus und verschaffte sich Zutritt zum Haus, woraufhin alle wegliefen und versuchten, sich zu verstecken. Leider fand der Wolf fast alle, bis auf Cookie, das Jüngste der Ziegenkinder, das sich im Uhrenkasten versteckt hielt. Satt legte er sich neben dem Brunnen zum Schlafen nieder. Nachdem die Mutter beim Heimkommen nur ihr jüngstes Kind vorfand und dazu den schlafenden Wolf, griff sie beherzt zur Schere, schnitt ihm den Bauch auf und freute sich über jedes Kind, das munter wieder hervorgesprungen kam. Nachdem die Kleinen fleißig, kissenweiche, Wackersteine herbeigeschleppt hatten und sie im Bauch des Wolfes eingenäht worden waren, stürzte dieser in den Brunnen und kam nicht mehr heraus. Die Freude darüber war den tanzenden Geißlein deutlich anzusehen, genauso wie die Freude der Darsteller, als sie von den Kindergartengruppen ein süßes Dankeschön für Ihre Mühen bekamen. Wieder einmal hat Heidi Knauder mit ihren Theaterkindern vielen kleinen und auch großen Zuschauern in der Vorweihnachtszeit eine rundum gelungene, märchenhafte Unterhaltung geboten, allerdings gab es diesmal auch eine sehr wichtige Botschaft für alle Kinder mit auf den Weg: „Bösewichte können sich gut verstellen und wenn Ihr diesen Schmeichlern traut, dann kann ein großes Unglück passieren! Also passt gut auf und geht mit niemandem mit!“

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