In Hohenwarthe: Demokratie spielend lernen

Veröffentlicht am 23.08.2015, 11:35

In Hohenwarthe: Demokratie spielend lernen

Die Plakate in den Ortschaften unserer Gemeinde wiesen schon seit einigen Wochen auf den Demokratieathlon in Hohenwarthe hin. Eine Friedenstaube, gehalten in zwei Händen, und der Aufruf an die Jugend sich zu beteiligen waren darauf zu sehen. Zum dritten Mal fand nun der Demokratieathlon des Jugendclubs Hohenwarthe statt, doch das Interesse an Politik, Geschichte und Demokratie war bei unserer Jugend gering.
Dabei hatten sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer um Jugendclubleiter René Ostherren viel Mühe gegeben, um den teilnehmenden Mädchen und Jungen einen abwechslungsreichen Tag mit viel frischer Luft, Bewegung und Lerneffekten zu bieten. Selbst ein Menüservice wurde engagiert, um alle ausreichend und gut zu verpflegen.
Das der Demokratieathlon in der Gemeinde und im gesamten Landkreis eine einmalige Veranstaltung ist wusste auch Landrat Steffen Burchhardt, der zur Eröffnung, gemeinsam mit Gemeindebürgermeister Bernd Köppen und Ortsbürgermeister Frank Winter, gekommen war. Statt der 30 Vorangemeldeten Kinder und Jugendlichen konnte sie aber gerade einmal zehn Mädchen und Jungen begrüßen. Dennoch gaben besonders der Landrat und der Gemeindebürgermeister den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch einige Worte mit auf den Weg. Burchhardt fand es klasse, dass sich die zehn für das Thema überhaupt interessierten und verband damit die Bitte: "Macht euch Stark für die Dinge von denen ihr überzeugt seit, denn jeder hat die Möglichkeit zu sagen was er denk. Die Demokratie hat immer ein offenes Ohr für euch." Toll fand es auch Bernd Köppen, dass sich so junge Menschen gefunden haben um am Demokratieathlon teil zu nehmen. Er dankte zudem dem Jugendclub und seinen Mitgliedern für dessen Engagement. An die Mädchen und Jungen gerichtet sagte er: "Für die Zukunft ist es maßgeblich, dass ihr Fragen stellt und euch eure eigenen Meinung bildet."
Nach der Begrüßung gab René Ostherren den Startschuss und die zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen elf und 17 Jahren, aufgeteilt in vier Gruppen, machten sich auf den Weg zu verschiedenen Stationen im Ort. Am Sportplatz, an den Stationen eins und zwei, war geschichtliches Wissen in Bezug auf den Nationalsozialismus gefragt. Landrat Steffen Burchhardt verschaffte sich hier direkt einen Eindruck und musste bei einigen Fragen selbst überlegen. Die Buchstaben des Alphabetes mit entsprechenden Worten, die mit dem Nationalsozialismus in Verbindung stehen, zu versehen stellte die vier Teams wirklich auf die Probe. Auch das anschließende Spiel, "ein, zwei oder drei", wartete mit knifflige Fragen auf. Die Antwort auf die Frage: Wo wurde das erste Konzentrationslager in Deutschland errichtet? brachte auch den Ortsbürgermeister Frank Winter ins Grübeln. Station drei an der Gänsewiese befasste sich in einem Quiz mit der Heimat. Da war es von Vorteil die Namen der Ortsbürgermeister zu kennen, um wichtige Punkte zu sammeln. Das Klima und die Natur standen an Station vier im Fokus, während an Station fünf das Wissen um die Erste Hilfe entscheidend war. "Wer bin ich?" wurde mit Hilfe von Porträts bekannter Personen der Zeitgeschichte und der deutschen Parteienlandschaft, an Station sechs, am Bootsanleger, gefragt. Dabei waren Fakten zu Winston Churchill, Chem Özdemir, Josef Stalin, Siegmar Gabriel, Adolf Hitler, Gregor Gysi, Charles de Gaulle, Angela Merkel, Patrik Lindner und Horst Seehofer den jeweiligen Bildern zuzuordnen. Auch hier gab es einige Überraschungen. Das Angela Merkel, die als Ostdeutsche gilt, in Hamburg geboren wurde, wusste beispielsweise niemand. Mit Station sieben ging es dann, direkt unter der Autobahnbrücke, in die Praxis. Das Morsen machte alle besonderen Spaß.
Nach vier Stunden kam das letzte Team zurück auf den Hof des Jugendclubs und die Auswertung konnte erfolgen. Den Wanderpokal, die Friedenstaube, sowie eine Fahrt in den Landtag, gesponsert von Markus Kurze, sicherte sich das Team "die Schlümpfe", welches sich aus Jugendlichen der Ortschaften Schermen und Lostau zusammensetzte. Den zweiten Platz belegte ein Einzelteilnehmer der sich den Namen "Sieger" gab. Über den dritten Platz konnten sich "die vier Fragezeichen" freuen, aber auch die "Gummibärchensieger" erhielten noch tolle Preise und, wie alle anderen auch, eine Urkunde und eine Medaille.

Fragen, Fragen, Fragen - gestellt an Kinder und Jugendliche     
Wer mitmachen wollte, musste sich eintragen      gelebte Demokratie: Die Namensfindung
letzte Absprachen der Verantwortlichen      René Ostherren begrüßte die Mädchen und Jungen      Landrat Steffen Burchhardt schaute vorbei     
schwierig, schwierig, waren manche Aufgaben      Wer ist das denn? Nicht alle Porträts waren bekannt      Das ist doch: Angela Merkel aber kannten alle     
Der Wanderpokal, die Preise und Medaillen      Sie alle waren beim III. Demokratieathlon dabei      "Die Gummibärchensieger"     
Eine Medaille gab es viel alle      Auf dem dritten Platz "Die vier Fragezeichen"     allein gestartet und auf Platz zwei gelandet     
Medaillen für die Erstplatzierten      Die Sieger des III. Demokratieathlons "Die Schlümpfe"      Freude über den gewonnenen Wanderpokal     

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