Jagdgenossenschaft: Mehr Sicherheit durch Reflektoren

Veröffentlicht am 04.04.2016, 17:01

Jagdgenossenschaft: Mehr Sicherheit durch Reflektoren

<cdl> Pünktlich zum Start des neuen Jagdjahres trafen sich die Mitglieder der Jagdgenossenschaft Hohenwarthe zu ihrer Jahreshauptversammlung.
Es war eine kurze Tagesordnung, die der Vorsitzende Sebastian Bergmann präsentierte. Neben der Information über die Anpassung der bejagbaren Fläche, war die Verlängerung des Jagdpachtvertrages mit der bisherigen Pächterin und der Abschussbericht zu besprechen. Hierzu waren alle Wald, Wiesen und Ackerflächenbesitzer der Gemarkung Hohenwarthe geladen. Zwölf stimmberichtigte Mitglieder folgten der Einladung. Sie genossen noch vor dem Beginn der Versammlung den Klang der Jagdhörner und anschließend ein gemütliches Beisammensein.
Bergmann begann seinen Bericht damit, dass nach Katasteramtsbereinigungen die Fläche der Gemarkung Hohenwarthe nun 839 Hektar beträgt, damit ergibt sich auch eine Vergrößerung des Jagdbezirkes auf nun 736 Hektar und die bejagbare Fläche stieg auf nunmehr 662 Hektar. Aus dem Jagdbezirk Hohenwarthe ausgenommen ist der sogenannte „Lostauer Werder mit 103 Hektar. Durch diese Flächenanpassung wurde ein neuer Jagdpachtvertrag notwendig, der nun durch die Mitglieder beschlossen werden musste. Dies geschah auch einstimmig. Mit der Jagdpächterin Kerstin Olschewski einigte sich die Jagdgenossenschaft auf einen Hektarpreis von 1,50 Euro. Der neue Vertrag, der über zwölf Jahre läuft und ab dem 01.04.2017 gilt, bringt für Kerstin Olschewski Sicherheit und einen stabilen Preis, der sich, bezogen auf den alten Pachtzins, fast verdoppelte. Für die bisherigen elf Jahre guter Zusammenarbeit bedankte sich Sebastian Bergmann dann im Namen der Genossenschaft bei der Jagdpächterin mit einem Blumenstrauß. Das Verhältnis zwischen Genossenschaft und Pächterin ist seit jeher gut.

Die Genossenschaft beschloss 2008 sogar, den Pachtzins allein gemeinnützigen Zwecken zukommen zu lassen. Dies wurde seitdem auch in jedem Jahr so gehandhabt. Mit dem Bericht zu den Abschusszahlen, verlesen durch Norbert Olschewski machte sich aber deutlich, dass die Genossenschaft zukünftig in die Verkehrs- und Wildsicherheit investieren muss. Zehn Rehe, ein Fuchs, zwei Dachse, ein Marder und ein Marderhund kamen demnach bei Wildunfällen im vergangenen Jagdjahr ums Leben. Der Unfallschwerpunkt lag hier klar an der Landstraße 52 von der Schleuse Niegripp bis zum Ortseingang Lostau. Obwohl von Norbert Olschewski, der gemeinsam mit drei weiteren Jäger über einen unentgeltlichen Begehschein verfügt, hier durch Beschuss eingewirkt wurde, konnten die Wildunfälle durch Wildwechsel über die Fahrbahn nicht verhindert werden. Auch die mobilen jagdlichen Einrichtungen, die eine flexiblere Jagd erlauben, konnten hier keine wesentliche Veränderung im Verhalten der Tiere erzeugen. Deshalb schlug Norbert Olschewski die Anschaffung von rund 100 Wildwarnreflektoren zu einem Preis von zirka 500 Euro vor. Diese Sicherheitsmaßnahme begrüßten die anwesenden Genossenschaftsmitglieder ausdrücklich. In den nächsten Wochen will sich Norbert Olschewski nun mit dem Landesjagdverband und der Straßenbaubehörde in Verbindung setzen, um das Anbringen der Wildwarnreflektoren zu besprechen. Mit dem neuen Jagdpachtvertrag und der Flächenanpassung verfügt die Jagdpächterin nun über die Möglichkeit, sechs statt der bisherigen vier unentgeltlichen Begehscheine auszustellen, darauf wies Sebastian Bergmann am Ende der Versammlung hin.

Zurück zur Artikelübersicht