Jugendarbeit: Versuch geglückt

Veröffentlicht am 20.10.2016, 09:53

Jugendarbeit: Versuch geglückt

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gestaltet sich mitunter, wegen der geänderten Auffassung von Freizeitvergnügen zwischen den verschiedenen Altersgruppen, etwas schwierig. Beim Sport hingegen hatten schon alle Generationen ihren Spaß und so sind Sportveranstaltungen auch heute ein probates Mittel um Kinder und Jugendliche zueinander zu führen und miteinander arbeiten zu lassen. Deshalb hat die Gemeinde Möser den offenen und inklusiven Kinder- und Jugendsport in der Sporthalle Lostau ermöglicht, der, auf ehrenamtlicher Basis, jeden Freitag, in der Zeit von 15.00 Uhr bis 17.30 Uhr, Kindern ab dem 6. Lebensjahr und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr, kostenfrei ermöglicht, mit anderen zu spielen und sich auszutauschen. Gemeinsam mit dem Verein „Lebens Wert“ ergeben sich so immer neue Interaktionsmöglichkeiten zwischen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigungen. In den Ferien ist der offene und inklusive Kinder- und Jugendsport jedoch nicht Bestandteil der Jugendarbeit in der Gemeinde, dann bleibt die Sporthalle in Lostau geschlossen. Anders in diesen Herbstferien, hier war plötzlich am letzten Ferienfreitag großes Treiben vor und in der Sporthalle zu beobachten. Die Organisatoren und Betreuer des offenen und integrativen Kindersports hatten zum ersten Ferien-Fußballturnier der Gemeinde Möser eingeladen. Diese Einladung nahmen am Ende 25 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren an. Um Chancengleichheit zwischen den einzelnen Spielern und Altersgruppen herzustellen wurden alle angemeldeten Spieler vier Teams zugelost. So spielten am Ende zehnjährige mit 16-Jährigen zusammen und hatten ein gemeinsames Ziel. Den Turniersieg. Dabei kam es natürlich auch zu Kontakten und Gesprächen zwischen verschiedenen Jahrgängen und Altersklassen, die so sonst nie stattgefunden hätten. 

Die Kinder ab zehn Jahren lernten die Jugendlichen bis 16 kennen und umgekehrt. Eine Vernetzung die im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit Zielsetzung ist und zu einem friedlichen, gesellschaftlichen Miteinander beiträgt. Das erkannte auch René Ostheeren, der in der Gemeinde Möser die Jugendarbeit in den Jugendclubs „zur alten Scheune“ in Hohenwarthe und „Blue“ in Schermen koordiniert und organisiert. Er organisierte einen Shuttleservice von Schermen und Hohenwarthe und kam dann ebenfalls nach Lostau. Auch Horst Wichmann der, nach vielen Jahren aktiver Leitung des Jugendclubs „PikAss“ Möser, aus Alters- und Nachfolgegründen in diesem Jahr die Jugendarbeit einstellt, war gekommen, um als Schiedsrichter zu fungieren. Hinzu kamen Gäste von Sportvereinen, wie Anita Lange, die ihren Schützlingen des Sportvereins „Eintracht“ Hohenwarthe beim Freizeitkicken zusehen wollte und gleichzeitig die benötigten Leibchen zur Teamunterscheidung mitbrachte. Die Kinder- und Jugendlichen aber hatten keine Augen für den Spielfeldrand, sie waren zu sehr damit beschäftigt einen Mannschaftsnamen zu finden, sich in die Teamlisten einzutragen, die Pokale zu bewundern oder herum zu kicken. Mit dem Einschalten des Mikrofons aber wurde es Ernst. Die Teams FCB, FCM, M-City und Ohne Namen waren angetreten, um vom Gemeindebürgermeister Bernd Köppen begrüßt zu werden. Dieser lobte zum einen das ehrenamtliche Engagement der Organisatoren und freute sich darüber, dass die Jugend in der Gemeinde die Möglichkeit bekommt zueinander zu finden. Darüber hinaus hatte Köppen für das Siegerteam einen Gutschein im Wert von 75 Euro dabei, der für ein Pizzaessen in der Lostau Pizzeria galt. Die Teams erkannten darin einen Anreiz noch besser zu spielen.

Natürlich waren auch der große Wanderpokal und die kleineren Teampokale, die von Marco Herbort privat gesponsert wurden, ein Grund den Turniersieg anzustreben. Der große Wanderpokal ist bereits da, Bernd Köppen versicherte aber, dass für das nächste Ferien-Fußballturnier zu Ostern oder Pfingsten, die Gemeinde einstehen und Pokale finanzieren werde. Zu guter Letzt gab es noch eine überraschende Preisstiftung von Horst Wichmann, der einen Preis für den Torschützenkönig auslobte. Dann war Anpfiff. Jeweils 15 Minuten gaben die Jungs, in den einzelnen Spielen, alles. Im Turnierbetrieb, Jeder gegen Jeden, wurden die Partien für das kleine und das große Finale ermittelt. Um Platz drei und vier spielten nach der Vorrunde die Teams M-City und FCB, um Platz eins und zwei der FCM und das Team Ohne Namen. Während sich M-City, das in der Vorrunde nur einen Punkt durch ein torloses Unentschieden holen konnte, gegen den, bis dahin punkte- und torlosen, FCB durchsetzte, war das Finale um Platz eins spannend bis zur letzten Minute. Die beiden Mannschaften gaben sich nichts und so konnte der FCM erst in letzter Minute den 2:1 Siegtreffer erzielen. Geschlaucht von vier Spiele pro Team galt es die Kraftreserven vor der Siegerverkündung aufzufüllen. Dafür standen selbstgebackener Kuchen ebenso kostenfrei zur Verfügung, wie ausreichend Getränke.  Den Wanderpokal nahm dann das in Jahren und im Durchschnitt jüngste Team mit nach Hause, Torschützenkönig wurde Paul Oelze mit acht Toren. Das Siegerteam erwartet indes eine weitere spannende Erfahrung. Sie sind eingeladen zum Mitternachtsturnier in Möckern, das am 18.11.2016 ab 20.00 Uhr stattfindet. René Ostheeren bot bereits an die Jugendlichen dorthin zu begleiten. Auch die Pizzeria wartet darauf, dass die Sieger Christoph Hamel, Pascal Haupt, Robin Gehrmann, Leif Luckau, Kevin Kloska, Paul Oelze und Lucas Walloschek ihren Gutschein einlösen.

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