Manege frei für junge Talente

Veröffentlicht am 27.06.2016, 07:50

Manege frei für junge Talente

<cdl> Es war der Blick in eine andere Welt. In eine Welt der tausend Augen und großen Momente. Das Zirkusprojekt der Grundschule Möser begeisterte alle, die die Gelegenheit hatten, dabei zu sein.
Was der erste Mecklenburgische Projektzirkus „Smiley“ da in nur einer Woche mit den 295 Mädchen und Jungen der Grundschule Möser auf die Beine gestellt hat, das darf wirklich als großartige Leistung bezeichnet werden. Bevor allerdings das Zirkuszelt im Kirschweg aufgestellt werden konnte, mussten im Vorfeld einige Hürden genommen werden. Als Navigator und Kapitän gab dabei die Schulleiterin der Grundschule Möser, Christine Tschischka den Kurs vor und ihre Mannschaft, bestehend aus den Lehrer*innen, den Elternvertreter*innen und natürlich den Schüler*innen, erhielt schon früh eine Vision davon, wie es einmal werden würde. Es war ein Gemeinschaftsprojekt, dessen finanzielle und organisatorische Last auf den Schultern der Schulleiterin lag. Doch all das war vergessen, als die Mädchen und Jungen der ersten bis vierten Klassen gruppenweise zu den Proben gingen. Hier erhielten sie ihre Kostüme, tauchten ein in die Welt der Artist*innen und Dompteure.

Schauten aus der Manege heraus und nicht hinein. Hier lernten sie nicht nur, den Mut zu haben vor ein großes Publikum zu treten, sondern auch auf Nagelbrettern zu liegen, durch Glasscherben zu laufen, das Lasso zu schwingen, Bälle und Reifen zu jonglieren, auf Seilen zu tanzen, Pferde und Ziegen zu leiten, Ketten zu zerreißen und an Reifen zu schwingen. Dank der Unterstützung des achtköpfigen Artistenteams des Zirkus „Smiley“ alles kein Problem für die jungen Nachwuchstalente aus der Grundschule. Das bewiesen sie dann auch während der drei Galavorstellungen. 14 Programmpunkte konnten so in einer zweieinhalbstündigen Show präsentiert werden. Die Gäste konnten es kaum erwarten, begleiteten jeden Auftritt und jedes Kunststück mit rhythmischem Klatschen und zeigten damit auch gleichzeitig ihre Wertschätzung für die großartigen Leistungen in der Manege.
Seit neun Jahren gibt es das Zirkusprojekt „Smiley“. Zu 80 Prozent ist der Familienzirkus in den neuen Bundesländern unterwegs. Seine Direktorin Simona Woitschack (49) stand bereits im Alter von einem Jahr in der Manege. Ihr tut es heute der Enkel Antonie (6) gleich. Ebenfalls dabei sind Rachel (19), Charlette (29), Monti (21) und David (31), die entweder als Artistinnen, Feuerspucker oder Komödianten den Mädchen und Jungen die Tricks und Kniffe beibringen, die sie für ihre Auftritte benötigten.

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