Ministerin Grimm-Benne schreibt erneut an Eltern

Veröffentlicht am 10.11.2020, 09:45

Die Sozialministerin Petra Grimm-Benne hat sich erneut in einem Brief an die Eltern des Landes gewandt, um weitere Schutzmaßnahmen in den Kindereinrichtungen zu erklären.

Liebe Eltern,

seit mehreren Monaten leben wir nunmehr mit dem Corona-Virus und den Folgen für den Alltag von Familien und insbesondere für Kinder und Jugendliche hinsichtlich ihrer Betreuung, Bildung, Freizeit und auch ihrer Freundschaften.  

In meinem letzten Brief konnte ich Ihnen ankündigen, dass alle Kinder wieder die Kita besuchen können, sofern die Infektionslage es zulässt, was glücklicherweise der Fall war. Seit Ende der Sommerferien haben wir wieder den Regelbetrieb. Sie alle konnten durchatmen und Ihre Kinder können ihre vertraute Betreuung wieder genießen und ihre Freunde und Freundinnen endlich in der Kita wieder treffen.

Nun ist die Lage wieder sehr ernst.
Die Infektionszahlen steigen in ganz Deutschland stark an und auch unser bislang mit am ge-ringsten betroffenes Bundesland verzeichnet zur Zeit im Durchschnitt deutlich mehr als 50 Neuin-fektionen pro 100 000 Einwohner bei weiterem Wachstum.
Alle Bundesländer haben deshalb Anfang November 2020 bereits zusätzliche vorbeugende Maß-nahmen ergriffen, um zu verhindern, dass die Infektionszahlen binnen weniger Wochen so weiter steigen, dass eine Gesundheitsnotlage eintritt.

Dabei waren sich Bund und Länder einig, dass Schulen und Kindergärten verlässlich geöffnet bleiben sollen. Dies ist auch mein fester Wille und dies  möchte ich Ihnen, sehr geehrte Eltern, auch hier im Land gerne in Aussicht stellen.  
Wir alle sind also noch stärker gefragt und haben die weitere Entwicklung durch unser Verhalten mit in der Hand.

Damit die Kitas geöffnet bleiben können, sind einige zusätzliche Schutzmaßnahmen, insbesonde-re in den Horten notwendig. Diese sollen nicht nur helfen, die Kinder in den Einrichtungen vor In-fektionen zu schützen, sondern auch die Gesundheit der Erzieherinnen und Erzieher und aller anderen Mitarbeiter, ohne die die Kita nicht „läuft“. Die wenigen zusätzlichen Maßnahmen sind nach meiner Auffassung zumutbar und auch auf die Hygieneempfehlungen der Schulen abgestimmt.  

Im Wesentlichen geht es darum, dass Sie, sehr geehrte Eltern, sowie Dritte beim Aufenthalt in der Kita bzw. im Hort einen Mund-Nasenschutz tragen, dass intensiver gelüftet wird und dass im Hort Gruppen entsprechend der Kohorten in der Schule gebildet werden bzw. Abstand zwischen den Kohorten/Gruppen gehalten werden muss. Sofern das nicht möglich ist, ist ein Mund-Nasenschutz während der Betreuung zu tragen. Ich weiß, dass die Maske auch für Grundschul-kinder lästig sein kann, gerade, wenn sie sich nach der Schule freier im Hort bewegen möchten. Wenn wir aber den Regelbetrieb weiter aufrecht erhalten möchten, muss dieser Schutz sein.   

Die Maßnahmen gelten bis auf Weiteres, auf jeden Fall aber für die Zeit der verschärften Maß-nahmen bis zum 30. November 2020. Zeitgleich arbeitet mein Haus daran, die Hygieneempfehlungen noch handhabbarer, insbesondere für die Träger der Kindertageseinrichtungen zu gestalten.   

Mir ist abschließend noch einmal wichtig, Ihnen vor Augen zu führen, dass wir mit diesen zusätzlichen Hygieneregeln neben dem Ziel, die Kitas offen halten zu können, vor allem die Erzieherinnen und Erzieher schützen möchten, für deren Arbeitsschutz wir alle gemeinsam verantwortlich sind.  

Liebe Eltern,
mir bleibt, Ihnen allen angesichts der andauernden schwierigen Lage für Ihre Geduld und Ihre Unterstützung zu danken und der Hoffnung Ausdruck zu geben, dass wir diese Herausforderung am Ende gut meistern werden.
Bleiben Sie gesund !
Mit herzlichen Grüßen

Petra Grimm-Benne

(Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt)

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