Nachwuchs bei den Freiwilligen Feuerwehren: Prüfungen bestanden - jetzt beginnt der "Ernst des Lebens"

Veröffentlicht am 15.06.2012, 09:16

50 Fragen und ganz viel Praxis

15 junge Feuerwehranwärter aus Möser, Hohenwarthe, Biederitz, Gübs, Heyrothserge, Königsborn und Woltersdorf stellten sich nach einer sechsmonatigen Grundausbildung zum Feuerwehranwärter der Abschlussprüfung. Die Wehren der beiden Einheitsgemeinden hatten sich zusammengetan, um einen vernünftigen Kursus möglich zu machen: "Es sollten immer mindestens neun junge Frauen und Männer teilnehmen, damit auch das Zusammenarbeiten und Verhalten in einer Gruppe gelernt wird", erklärt der stellvertretende Biederitzer Ortswehrleiter Stephen Metscher.
Karsten Kiwitt, Gemeindewehrleiter der Einheitsgemeinde Biederitz machte deutlich, wie wichtig es für die Ortswehren ist, dass gemeindeübergreifend gedacht wird: "Im Ernstfall kann es ja sein, dass wir auch zusammen am Einsatzort stehen. Und da wird schon bei der Ausbildung ein Grundstein gelegt."
Nun standen also für die Feuerwehranwärterinnen und -anwärter die Prüfung an: Im theoretischen Teil  mussten 50 Fragen, wie "Wozu ist jeder Bürger bei der Wahrnemung eines Brandes verpflichtet?", "Wie lang ist in der Regel ein B-Druckschlauch?" oder "Was ist die Hauptlöschwirkung von Wasser?" beantwortet werden. Dafür hatten die jungen Männer und Frauen 45 Minuten Zeit.

Wie gut, dass es so engagierte junge Frauen und Männer gibt

Danach gab es eine kleine Pause, dann ging es an den praktischen Teil: Schläuche verbinden, Hydranten aktivieren oder Knoten schlagen waren hier unter anderem gefragt.  Bis zum Mittag dauerte die Prüfung, dann stand fest: Alle verbliebenen 12 Feuerwehranwärter hatten bestanden. Nun beginnt der "Ernst des Lebens" für die Truppmänner und -frauen: In den kommenden zwei Jahren sind sie bei den Einsätzen dabei, werden vor Ort eingesetzt und ausgebildet.
Und wir Bürgerinnen und Bürger können beruhigt sein, dass es bei der Feuerwehr auch künftig gut ausgebildete junge Frauen und Männer gibt, die sich freiwillig um unsere Sicherheit kümmern...
Übrigens I: Wenn Sie die Antworten auf unsere drei Fragen haben wollen, schicken Sie uns eine E-mail oder fragen einen Feuerwehrkameraden in Ihrer Ortschaft.
Übrigens II: Auf dem Foto knien die Prüflinge der Einheitsgemeinde Möser.

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