Neues Wandbild eingeweiht

Veröffentlicht am 07.06.2016, 08:00

Neues Wandbild eingeweiht

<cdl> Die Wandbildgemeinde Möser macht ihrem Namen einmal mehr Ehre. In der kleinsten Ortschaft ist nun ein weiteres Kunstwerk eingeweiht worden.
Wie war das eigentlich mit dem Feuerlöschen anno dazumal und wie ist es heute? Das zeigen nun drei einzelne Bilder in einem Gesamtkunstwerk an der Außenfassade des erweiterten und sanierten Feuerwehrgerätehauses in Pietzpuhl. Drei gefüllte Feuerwehrschläuche umrahmen kreisrund die Geschichte des Feuerlöschwesens in der Ortschaft. Beginnend vom Feuerlöscheimer bis hin zum aktuellen Einsatzfahrzeug. Dabei sind Wiedererkennungsmerkmale des Ortes Pietzpuhl in jedem der drei Einzelbilder zu finden. Mitte Februar 2016 wurde die Idee, ein neues Wandbild an der Außenfassade anzubringen, in der Ortschaft selbst formuliert, nachdem das bisherige Wandbild vom Heiligen Sankt Florian mit Schloss, wegen der Erweiterung um die neu errichtete Fahrzeughalle, in das Gerätehaus selbst gerückt war. Eine kahle weiße Wand an der Feuerwehr wollte in Pietzpuhl niemand. Nachdem der Lostauer Künstler Ralf Fensky vom Wunsch der Pietzpuhler erfahren hatte, bot er beim Gemeindebürgermeister Bernd Köppen an, ein neues Wandbild an der Außenfassade des Feuerwehrgerätehauses anzubringen. Fensky fertigte einige Skizzen und Ideenvorschläge und legte sie dem Gemeindebürgermeister vor. Dieser gab die Zeichnungen an die Ortsfeuerwehr Pietzpuhl weiter, die selbst entscheiden sollte. Doch auch die Blauröcke selbst wollten nicht allein entscheiden und so bezogen sie die gesamte Ortschaft in die Entscheidung ein.

Während einer Veranstaltung zum Tanz in den Mai wurden die Zeichnungen ausgehangen. Die Einwohner*innen Pietzpuhls entschieden sich dann für die Skizze mit den drei Einzelbildern, nur in gespiegelter Form. So machte sich Fensky, ausgerüstet mit einer Rüstung, vielen verschiedenen Farbtönen, einer Volltonfarbe und natürlich unterschiedlich großen Pinseln daran, das gewünschte Motiv an die Wand zu bringen. 4,90 Meter zu 2,90 Meter misst nun das neue Wandbild, das in zwei Wochen Arbeit, unterbrochen von einigen Regenpausen, entstanden ist. Den Pinsel beiseitelegen musste Fensky auch, wenn interessierte Zuschauer*innen stehen blieben und Fragen stellten. Das stört den Künstler aber nicht, wie er selbst sagt. Vor allem die Frage nach den Kosten wurde immer wieder gestellt. Diese lagen beim Wandbild in einem ideellen Preis, wie der Gemeindebürgermeister verriet. Den Idealismus lobte Köppen ausdrücklich. „Die Stunden wären unter normalen Umständen für die Gemeinde und die Ortschaft nicht zu bezahlen gewesen“, konstatierte er am Tag der offiziellen Einweihung. „Ein Lostauer in Pietzpuhl beweist uns aber auch, dass unsere Gemeinde zusammengewachsen ist und welches Potential an Menschen wir in der Gemeinden haben“, so Köppen.  Mit dem neuen, dreiteiligen Kunstwerk am Feuerwehrgerätehaus, hat die Ortschaft Pietzpuhl nun wieder sechs sichtbare Wandbilder vorzuweisen.

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