Oktoberfest auf dem Hühnerberg

Veröffentlicht am 06.09.2015, 10:25

Oktoberfest auf dem Hühnerberg

Was haben sich die Schermener vom Hühnerberg nur dabei gedacht. Blau-Weiße Wimpel und Luftballons an den Decken, Bierzeltgarnituren in langen Reihen und das Ganze auch noch unter einem Zelt. Ja sind wir denn hier auf der Wiesn? Haben die denn gar keine Ehre? Wir können beruhigen. Alles ist Bestens und im grünen, Maulbeerbaumbereich. Die Schermener sind nach wie vor Stolz auf ihre Ortschaft und die Bayern immer noch im Süden beheimatet. Nennen wir es einen Ausrutscher in die bayrische Gemütlichkeit, samt Gerstensaft, Brezen, Lederhosen und weit offenen Dekolletés. Warum auch nicht mal das weltberühmte Oktoberfest in unserer Gemeinde feiern. Was die Münchener können, dass können die Schermener mit einem Fingerschnippen. Und zwar so richtig! Da standen die Maulbeerbaumgläubigen den Alpenrandbewohnern in nichts nach. Der Ortsbürgermeister stach das erste Fass an und die Menge jodelte. Die Stars gaben sich am Hühnerberg die Klinke in die Hand und das Publikum feierte. Wer war nicht alles gekommen. Der Horst Schlämmer mit seinen markigen Sprüchen, die gute Helene mit ihrer glockenhellen Stimme, DJ Ötzi reist gar aus Tirol an, um das Zelt zum beben zu bringen und Frank Zander sorgte für die passende Stimmung zwischendurch. Ortsbürgermeister Marco Simon jedenfalls, der selbst in Lederhosen und Karohemd erschien, sah im Hühnerberger Straßenfest schon ein Ausgleichsfest für das ausfallende Maulbeerbaumfest. Die Stimmung jedenfalls schien ihm Recht zu geben. Da wurde in Brezen gebissen, da wurden Bussis verteilt und die Hände in die Luft geworfen. Dabei hatte das Fest doch so ganz anders begonnen. Gut zu Lachen hatten nämlich erstmal nur all die etwas, die auf ihren Bänken sitzen blieben. Vorn aber auf der Bühne mussten jene richtig ackern, die den Titel Wiesenprinzessin oder Wiesenprinz von Schermen für sich beanspruchten. Die Geschicklichkeitsspiele hatten es aber auch in sich. Am Ende entschied sich das Publikum für Nicole Noak und Michael Rehborgen als Wiesen-Prinzenpaar. Letzterer war im übrigen Organisator des zweiten Hühnerberger Straßenfestes in Schermen. Eine dritte Auflage dieses Spaßabends wollte er noch nicht bestätigen. Ihm fehlten bisher die Unterstützer bei der Organisation und so ganz allein den Spaß vorbereiten will er dann in Zukunft auch nicht mehr. Ein kleines Hintertürchen ließ sich der Michl aber offen. Für eine eventuelle Begründung einer Tradition, durch ein weiteres Straßenfest im nächsten Jahr, hätte er schon Ideen.

Ein Zelt dreht durch Schuhplattler geht auch zu Helenes Liedern      Feierten auf dem Straßenfest Hühnerberg in Schermen
Die Helene sorgte für die passende Mitsingatmosphäre      Bierzeltgarnituren und blau-weiße Wimpel      Auf dem Weg in das Festzelt waren auch diese beiden     
Papa und Tochter      DJ Ötzi rockte das Festzelt      Mitklatschen und Mitsingen war nie verkehrt

 

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