Ortschaftsrat Lostau aktuell

Veröffentlicht am 07.10.2015, 09:44

Ortschaftsrat Lostau aktuell

In der neuesten Sitzung des Ortschaftsrates Lostau wurden sechs Tagesordnungspunkte öffentlich behandelt. Nachdem keine Änderungsanträge zur Tagesordnung eingereicht wurden, die Tagesordnung dann einstimmig angenommen wurde und es nur kleine Korrekturen an der Niederschrift zu verzeichnen gab, kam Ortsbürgermeister Thomas Voigt zum Tagesordnungspunkt drei, den Bürgeranfragen. Da kein Lostauer Bürger zur Ortschaftsratssitzung erschienen war, ging Voigt zum nächsten Tagesordnungspunkt über.

Informationen des stellvertretenden Gemeindebürgermeisters
Normalerweise hätte der Ortsbürgermeister das Wort im Tagesordnungspunkt fünf gehabt, doch in dieser Sitzung überließ er das Rede- und Informationsrecht dem stellvertretenden Gemeindebürgermeister Hartmut Dehne.
Dehne informierte über Baugeschehen in der Gemeinde Möser und im speziellen über die Maßnahmen zur Schadensbeseitigung Hochwasser. Hier zählte der stellvertretende Gemeindebürgermeister zunächst die bereits abgeschlossenen Projekte auf, ehe er auf die noch laufenden und kommenden Maßnahmen einging. Dazu zählte:
- der grundhafte Ausbau des Wirtschaftsweges zur Alten Ziegelei, Lostau
- Ausbau des Wirtschaftsweges in Richtung Gerwisch
- Ausbau des Wirtschaftsweges zur Kläranlage Gerwisch

Radweg wird erneuert
So teilte Dehne mit, dass der Radweg auf dem Alten Bahndamm Lostau noch in diesem Monat erneuert wird. Die Bauausführung so Dehne war seinerzeit von der Baufirma korrekt ausgeführt worden, doch durch eine Falschnutzung, im speziellen durch Motorradfahrer und die starke Trockenheit der letzten Monate, sei der wasserdurchlässige Belag an vielen Stellen aufgerissen und mache eine gefahrlose Nutzung an einigen Streckenteilen nicht möglich.

Grundhafter Ausbau abgeschlossen
In dieser Woche wurde zudem der grundhafte Ausbau des Wirtschaftsweges, Zufahrt Alte Ziegelei Lostau, von der bauausführenden Firma abgeschlossen. Bis zur Bauabnahme Anfang November bleiben der Weg, sowie der neu entstandene Parkplatz für die Öffentlichkeit gesperrt, ließ Dehne wissen.

bis zur Bauabnahme bleibt der Weg gesperrt

Sanierung von Teilen des Elberadweges geplant
Auch die Sanierung eines Teilstückes des Elberadweges, von der Grundbrücke Lostau, bis zur Gemarkungsgrenze Hohenwarthe ist durch die Gemeinde Möser geplant. Hierzu lief in dieser Woche die Submission an der sich fünf Firmen beteiligten. Die Durchführung der anstehenden Sanierungsmaßnahme wird aber nicht vor dem Frühjahr 2016 geschehen, so Dehne.

Straßensanierung alte Dorf Lostau
Die Sanierung der Straße im Alte Dorf Lostau gehen voran. Während die Tragschicht bereits aufgetragen wurde, soll nun der Abschluss durch das Auftragen der Deckschicht erfolgen. Anschließend werden die Nebenanlagen fertiggestellt. Dehne rechnet hier mit einer Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme wie geplant bis Ende Oktober. Im Geleichen Zeitraum soll auch die Sanierung der Verbindungsstraße vom Alten Dorf Lostau über die Straße „Hinter den Gärten“ bis hin zum „Denkmalplatz“ erfolgt sein. Die Sanierung der Verbindungsstraße erfolgt laut Bauplanung ab dem 12.Oktober 2015.

           

 

Anglerheim Gerwisch wird saniert
Das auf der Gemarkung Lostau stehende Gebäude, welches als Anglerheim Gerwisch bekannt ist, wird derzeit von den Anglern selbst saniert. Da es sich um ein Gebäude auf Lostauer Gemarkung handelt musste hier die Gemeinde Fördermittel beantragen. Die Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen muss aber laut Förderbescheid bis zum 31.12.2015 erfolgt sein.
Für alle Maßnahmen werden die von der unteren Naturschutzbehörde auferlegten Ersatzpflanzungen bis zum 20.10.2015 durchgeführt. Es werde laut Dehne, nur auf die Lieferbarkeit durch die entsprechenden Baumschulen gewartet.

Fußgängerüberwege Lostau, keine neuen Erkenntnisse
Wie Hartmut Dehne mitteilte gibt es in Bezug auf die angedachten Querungshilfen und Fußgängerwege in der Lindenstraße und der Ahornallee in Lostau keine neuen Erkenntnisse. Die zuständige Mitarbeiterin in der Verwaltung des Landkreises ist, so Dehne, seit 14-Tagen telefonisch nicht erreichbar. Elektronische Nachrichten blieben bisher unbeantwortet. Eine Presseanfrage jedoch brachte zumindest die Informationen, dass der Landkreis Jerichower Land beim Baulastträger, die Landesstraßenbaubehörde (LSBB) eine Anfrage gestellt hat. Die LSBB jedoch hätte ihre Zustimmung zu Querungshilfen und Fußgängerüberwegen verweigert. Daraufhin hatte der Landkreis um eine schriftliche Stellungnahme der LSBB gebeten, ohne diese wolle der Landkreis keine Anordnung zur Bauausführung aussprechen. Obwohl der stellvertretende Landrat Bernd Gierke auf Nachfrage noch einmal bestätigte, dass der Landkreis auch nach negativer Antwort des LSBB eine Bauausführung anordnen könnte, bleibt diese bisher aus.

Geplante Straßenbaumaßnahmen in der Ortslage Lostau
Auch über geplante Straßenbaumaßnahmen in der Ortslage Lostau informierte der stellvertretende Gemeindebürgermeister den Ortschaftsrat Lostau. So soll in der Zeit vom 19.Oktober 2015 bis 24.Oktober 2015 in der Ortsdurchfahrt Lostau eine Deckensanierung erfolgen. Hierzu gibt es bereits Planungen des LSBB und entsprechendes Kartenmaterial. Letzteres stellte sich aber bei einer genaueren Betrachtung als scheinbar Fehlerhaft heraus, da die LSBB eine Vollsperrung von der Bundesstraße 1 kommend und eine Vollsperrung von der Bundesautobahn 2 kommend vorsieht. Gleichzeitig ist eine Vollsperrung über drei Werktage an der Doppelkurve Lindenstraße – Denkmalplatz vorgesehen.
Auch über eine Verbreiterung der Ahornallee ab Haus Nr. 7 bis hin zum Ortsausgang ist durch das LSBB geplant. Erste Planungen sind dazu nicht vor 2018 zu erwarten, eine Umsetzung nicht vor 2020 realisiert. Ebenfalls soll der Radweg an der Landstraße 52 von der Lindenstraße bis zum Ortsausgang Lostau verlängert werden. Eine Weiterführung und damit Verbindung nach Hohenwarthe ist jedoch nicht vorgesehen.

Sachstandsbericht Deichbau Lostau
Zum Sachstand bezüglich der Deichbauplanungen zum Schutz von Alt Lostau berichtete Dehne, dass der Einspruch des Reit- und Fahrvereins „von Bredow“ e.V. in der Gemeinde und beim zuständigen Ingenieurbüro eingegangen sei. Letzteres hätte vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) den Auftrag zur Prüfung einer Trassenverlegung erhalten. Das Ingenieurbüro teilte auf Nachfrage der Gemeinde mit, dass eine Trassenverlegung vor den Reitplatz in Richtung Alte Elbe, enorme Schwierigkeiten beinhalteten, da dort das Gelände abschüssig sei und die Bodenverhältnisse die Standsicherheit beeinflussen würden. Dies führe zu einer erheblichen Verteuerung der Deichbaumaßnahme. Alternative Vorschläge, wie das Aufstellen von Hochwasserschutzwänden an der Zufahrt nach Alt Lostau brächten die gleiche Kostenintensität mit sich. Darüber hinaus informierte das Ingenieurbüro, dass die Kartierung der Flora und Fauna noch nicht abgeschlossen sei. Nach Meinung des stellvertretenden Gemeindebürgermeisters Hartmut Dehne sei deshalb nicht vor dem Frühjahr 2016 mit einer neuerlichen Informationsveranstaltung durch den LHW zu rechnen.

Baubauungsplan wird neu ausgelegt
Aufgrund eines Formfehlers muss der Bebauungsplan "Grabenbruch" Lostau in seiner dritten Änderung neu Beschlossen und ausgelegt werden. Bei der Übermittlung des Baubauungsplanes war der Satz „Begleitgrün bei Einfahrten kann unterbrachen werden“ verloren gegangen. Dies führte dazu, dass das Bauordnungsamt Baugenehmigungen nicht mehr erteilte, da dieses davon ausging, dass Grundstückseigentümer aufgrund eines geschlossenen Begleitgrüns nicht mehr auf ihre Grundstücke gelangen würden. Nun stimmte der Ortschaftsrat einstimmig für den Änderungs - und Auslegungsbeschluss zur 3. Änderung des Bebauungsplanes "Grabenbruch", Ortschaft Lostau.

Ortschaftsmittel vergeben
Ein Antrag der Volkssolidaritätsortsgruppe Lostau auf Zuwendungen zum Besuch von Feierlichkeiten anlässlich des 70-Jährigen Bestehend der Volkssolidarität, erreichte den Ortsbürgermeister Thomas Voigt, der diesen an den Ortschaftsrat weitergab. Demnach feiere die Volkssolidaritätsortsgruppe Lostau in nächster Zeit selbst ihr 70-Jähriges Bestehen bei dem zehn Mitglieder Auszeichnungen erhielten. Gleichzeitig wollte die VS-Ortsgruppe Lostau einen Reisekostenzuschuss für ihre Mitglieder die als Vertreter an Veranstaltungen von Nachbarortsgruppen und bei der zentralen Jubiläumsveranstaltung in Genthin teilnehmen. In Summe bat die VS-Ortsgruppe Lostau um eine Zuwendung in Höhe von 350 Euro. Nachdem Ortsbürgermeister Thomas Voigt die noch vorhandenen Ortschaftsmittel mit 5746 Euro bezifferte, kam der Ortschaftsrat einstimmig überein der VS-Ortsgruppe Lostau eine Zuwendung in Höhe von 500 Euro zukommen zu lassen.

Ortsbürgermeister bittet um Hilfe
Am 18. Oktober 2015 findet wieder der jährliche Magdeburg Marathon statt. Wie in jedem Jahr beteiligte sich die Ortschaft Lostau mit einem Stand an der Verpflegung der Läuferinnen und Läufer. Durch eine terminliche Doppelung kann der Heimatverein Lostau, der in den Jahren zuvor diese Aufgabe immer übernommen hatte nicht tätig werden. Deshalb bittet der Ortsbürgermeister die Einwohnerinnen und Einwohner um Mithilfe. In der Zeit von 9.00 Uhr bis zirka 15.00 Uhr soll der Stand mit Obst, Keksen, Getränken und mehr besetzt sein. Wer Zeit und Lust hat bei diesem Laufevent helfend dabei zu sein, der möge sich bitte an den Ortsbürgermeister werden.

Wie im letzen Jahr sollen auch in diesem Jahr die Läufer versorgt werden

Ortsbürgermeister lädt Vereine ein
Zur Abstimmung und Vorbereitung des diesjährigen Weihnachtsmarktes in Lostau lädt der Ortsbürgermeister alle Vereine der Ortschaft zu einem Abstimmungsgespräch ein.
Dieses findet am 04. November 2015 um 19.00 Uhr im Ortsgemeinschaftshaus statt.

Keine Anfragen der Ortschaftsratsmitglieder
Ortschaftsrat Nancy Wienke bat um Informationen zur Sanierung des Radweges in Richtung Alt Lostau. Dieser so Wienke sei abgesagt und von Wühlmäusen besetzt. Hartmut Dehne wusste von der Situation konnte hier aber keine Sanierung in Aussicht stellen, da es sich bei diesem erhöhten Radweg um kein Hochwasserschutzbauwerk handelte und deshalb keine Fördermittel zur Verfügung stünden.

Mit der Schließung des öffentlichen Teils erfolgten die weiteren Beratungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Zurück zur Artikelübersicht