Ritt durch die Gemeinde

Veröffentlicht am 12.05.2016, 12:33

Ritt durch die Gemeinde

<cdl> In der Gemeinde die sich seit dem Leitbild 2025 vor allem um die Rad- und den Eintragstouristen bemüht, klapperten vor einigen Tag die Hufe unzähliger Pferde. Der Grund: Die 1. Elbauendistanz in Lostau, an der 50 Starts verzeichnet wurden. Die Strecken von 25, 43, 68 und 88 Kilometer führten alle durch die Gemeinde von der Gemarkung Gerwisch bis zur Gemarkung Detershagen.
An der Landstraße 52 warnte an den beiden Veranstaltungstagen ein großes Schild: „Vorsicht Pferde“, die Autofahrer*innen. Hier führten einige Runden der 1.Elbauendistanz direkt von der Alten Elbe Lostau auf die Heide in Richtung Möser. Ausgedacht hatten sich die Strecken Dagmar und Jens Schulle vom Reit- und Fahrverein „von Bredow“ Lostau .V. Sie sind durch ihre Tochter Sarah zum Distanzreiten gekommen und wollten den Nischenbereich im Pferdesport auch in unserer Region bekannter machen. Dafür rührten sie schon Wochen vorher die Werbetrommel. Das Ergebnis: Es gab Anmeldungen aus Nordrheinwestfalen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Beim Distanzreiten ist das allerdings nichts Ungewöhnliches. Rund sechs Distanzritte gibt es pro Jahr in Sachsen-Anhalt. Einer davon wird nun die Elbauendistanz in Lostau sein, wie die Schulles nach dem Turnier verrieten. „Die Teilnehmer*innen waren von der Landschaft, dem Turnier und der Organisation überrascht und erfreut. Viele würden gern im nächsten Jahr wiederkommen und eine andere Runde reiten, um noch mehr von unserer schönen Landschaft und der Natur hier zu sehen. Für uns ein überzeugender Grund, im nächsten Jahr wieder einzuladen“, meinte Jens Schulle am Ende der Veranstaltung, die durch Vandalen etwas erschwert wurde. Unbekannte entfernten nämlich unzählige Wegmarkierungen und drehten Richtungspfeile um, was dazu führte, dass die Teilnehmer*innen und ihre Pferde unnötige zusätzliche Kilometer absolvieren mussten, um den richtigen Weg wieder zu finden. Eine Gefahr für die Gesundheit der Tiere, wie auch die anwesende Tierärztin Dr. Anke Stein bestätigte

Denn trotz, oder gerade wegen der sommerlichen Temperaturen, hatten die Reiter*innen, sowie Fahrer*innen und ihre Pferde große Mühe die angestrebten Kilometer auch erfolgreich zu Ende zu reiten beziehungsweise zu fahren. Bei 88 Kilometern mit je vier Runden und einer jeweiligen Pausenzeit von 30 Minuten pro Runde, kamen schon einmal elf Stunden im Sattel zusammen. Die Pausenzeiten aber waren notwendig, um dem Pferd Ruhe und Erholung zu geben. Gleich zwei Tierärzte untersuchten die Pferde dann vor jedem Neustart. Der Ruhepuls war nämlich entscheidend dafür, ob die Teilnehmer*innen mit ihren Tieren wieder auf die Distanz durften. Viele allerdings verzichteten zum Wohle ihrer Pferde auf die vollen Distanzen. Auch Jens Ketzer aus Lostau entschied sich nach 68 Kilometern dafür, auszusteigen und seinem Pferd weitere 20 Kilometer zu ersparen. Sarah Schulle vom Reit- und Fahrverein „von Brodow“ Lostau e.V. , die als amtierende Kreismeisterin des Jerichower Landes im Distanzreiten als Fahrerin auf 43 Kilometer an den Start ging, konnte nach drei Stunden und 42 Minuten die Zügel mit einem Lächeln loslassen. Sie erfuhr sich mit ihrem Pferd Pico den ersten Platz in dieser Disziplin. Dirk Jerkowski, ebenfalls vom Reit- und Fahrverein „von Bredow“ stieg bei den Startern auf 25 Kilometern aus. Sein Pferd Kids Charmeur schaffte die tierärztliche Tauglichkeit nach der vorgeschriebenen Pause nicht. So gab es am Ende des Turniers nur wenige sportliche und dafür umso mehr verantwortungsvolle und um das Tierwohl bemühte Sieger bei der 1. Elbauendistanz in Lostau, zu der eine 20-Jährige Studentin aus Staßfurt mit dem Pferd anritt und hier Erste auf einer Distanz von 68 Kilometern wurde. Dagmar und Jens Schulle bedanken sich auf diesem Wege noch einmal bei den 13 Sponsoren, zu denen viele Firmen aus der Gemeinde gehören, sowie bei den rund 20 Helfer*innen und den beiden Tierärzten.

Ritt mit ihrem Pferd 53KM bis nach Lostau Ein Cowboy an der Alten Elbe
Gewann auf 43KM beim Fahren Sarah Schulle
Blick auf das Reiterlager Erst- und Zweitplatzierte auf 43KM im Fahren

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