Sondierung mit Kindern und Jugendlichen in Hohenwarthe

Veröffentlicht am 22.02.2016, 13:43

Sondierung mit Kindern und Jugendlichen in Hohenwarthe

<cdl> Seit 2014 versucht die Gemeinde eine Kinder- und Jugendvertretung zu gründen. Leider scheiterten bisher alle Bemühungen. Allein die Satzung steht seit dieser Zeit. Doch wirkliches Interesse von Seiten der Kinder und Jugendlichen wurde noch nie richtig geäußert. Nachdem die Seniorenvertretung ihre Arbeit im letzten Jahr erfolgreich aufgenommen hat, startet der Gemeindebürgermeister Bernd Köppen nun auch einen neuen Anlauf, die Kinder- und Jugendvertretung der Gemeinde Möser zum Leben zu erwecken. Dazu ließ er zunächst vom Lostauer Künstler, Ralf Fensky, ein Logo entwerfen und warb damit in vielen sozialen Netzwerken und auf der eigenen Internetseite. Nun konnte er ein erstes Sondierungsgespräch mit Kindern und Jugendlichen aus Hohenwarthe und Lostau, im Jugendclub Hohenwarthe führen. Dabei ging es zunächst darum, den vier Mädchen und vier Jungen die Arbeit des Gremiums zu erklären. Um Hemmschwellen abzubauen, lud Köppen die zehn bis 15-Jährigen nicht nur zu einem Getränk ein, sondern bot ihnen auch das „Du“ an. So kam die Gruppe ins Gespräch. „Das Gremium der Kinder- und Jugendvertretung ist dafür gedacht, dass ihr die Zukunft eurer/ unserer Gemeinde mitgestalten könnt“, beschrieb Köppen die Intention. Dann ging er etwas näher auf die  Satzung und die Aufgaben der Vertreterinnen und Vertreter ein. Zwölf Mitglieder hat der Gemeinderat 2014 der Kinder- und Jugendvertretung zugestanden. Sie sollen, laut Köppen, selbstbewusst und selbstorgansiert arbeiten und dann sagen: „Bürgermeister, wir haben da ein Problem.“ Die Chance, kleine Politik zu etwas ganz Großem zu bringen, sei der Beirat, so Jugendclubleiter René Ostherren gegenüber den Mädchen und Jungen, die in der Grundschule Möser, der Sekundarschule Möser und dem Burger Rolandgymnasium Ansprechpartner für alle Kinder- und Jugendlichen der Gemeinde sein könnten. 

Bernd Köppen wusste das Interesse zu schätzen, musste aber auch zu verstehen geben, dass nicht allein nur Hohenwarther und Lostauer Kinder in der Vertretung aktiv sein können, deshalb möchte er in der nächsten Zeit auch in Möser und Schermen mit interessierten Kindern und Jugendlichen zusammenkommen und hier für die Kinder- und Jugendvertretung werben. Wie gut eine Zusammenarbeit zwischen den jüngsten Einwohnern unserer Gemeinde und der Gemeindepolitik funktionieren kann zeigte sich bereits im Jugendclub Hohenwarthe. Hier sprach sich Lea-Marie Viehstädt beispielsweise für mehr gemeinschaftliche und kulturelle Angebote an den Nachmittagen aus. So kam die Runde auch gleich zu einem gemeinsamen Beschluss, indem sie forderten, die Jugendclubs in der Gemeinde mögen wochentags bereits um 15 Uhr öffnen und entsprechende Freizeitangebote bereitstellen. Damit war auch die Frage des Gemeindebürgermeisters: „Ist es für euch positiv eine Interessenvertretung zu gründen?“ im Grunde beantwortet. Weitere Probleme, aber auch Lösungsansätze wurden angesprochen, dazu gehörten unter anderem der mangelnde Platz in der Grundschule Möser. Hier schlugen die beiden Grundschüler Lucas Tuchen und Jan Vorsprach vor, dass die Grundschüler aus Hohenwarthe doch in der Niegripper Grundschule und die aus Lostau in Gerwisch unterrichtet werden könnten. Bernd Köppen hatte für alles ein offenes Ohr, erklärte aber auch, dass manche Entscheidungen an noch höheren Stellen, beispielsweise im Landtag beschlossen würden. Das schreckte die Mädchen und Jungen aber nicht ab. Entschlossen trugen sie sich alle in einer Liste ein und bekundeten damit auch schriftlich ihr Interesse als Vertretung für alle Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde Möser tätig sein zu wollen.

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