Sport frei den Familien in Hohenwarthe

Veröffentlicht am 24.08.2016, 06:42

Sport frei den Familien in Hohenwarthe

Hohenwarthe <cdl>. Am vergangenen Freitag fing in der Sporthalle an, was seit Jahren ein riesen Spaß auf dem Hohenwarther Sportplatz ist und am Samstagnachmittag mit einem qualmenden Pavillon sein Ende nahm.
Das Familiensportfest-Wochenende der Hohenwarther Vereine hatte in diesem Jahr viel zu bieten. Während am Freitag sieben Mannschaften um den Sieg baggerten und blockten, waren andere bereits mit den Vorbereitungen für das Familiensportfest zugange. Beim Volleyballturnier am Freitag zeigten sich die Hohenwarther als gute Gastgeber. Sie ließen die Gerwischer auf das oberste, und die Nachbarn aus Lostau und Niegripp auf das linke und rechte Treppchen. Am Samstag waren dann zunächst die Läufer*innen dran, ehe die Familien den Sportplatz eroberten. Beim 2000 Meter Lauf traten in diesem Jahr 16 Starter*innen an die Linie. Als schnellster kam hier Lukas Jakosits nach 8:11 Minuten durchs Ziel, im 4000 Meter Lauf wollen sich 14 Teilnehmer*innen beweisen. Oliver Stutzer lief in diesem Feld mit 13:28 Minuten die beste Zeit. Zum Abschluss durften auch die Kinder ihre Runde um den Platz laufen. 28 traten hier an und alle bekamen eine Medaille. Auf dem Sportplatz konnte man nur wenig später sportlichen Ehrgeiz und Spaß am Spiel beobachten. Zehn kreative Stationen wurden von allen Vereinen des Ortes, samt Jugendfeuerwehr, betreut. So gab es neben traditionellem, wie dem Rasen-Ski-Fahren, dem Schubkarrenrennen oder dem Büchsenwerfen auch neues, wie das Tennisballzielschlagen und den Löschangriff nass. 47 Familien wollten in diesem Jahr genau diese Stationen absolvieren und sorgten damit für die bisher höchste Teilnehmerzahl beim Familiensportfest. Unter ihnen waren auch viele der 59 Mitstreiter, die sich am Wettbewerb Waagedrücken beteiligten. Hier spielte allein die Kraft eine Rolle.

In den Kategorien Männer, Frauen, Jungen und Mädchen wurden die kräftigsten Finger und Arme gesucht. Bei den Männern hatte diese Maik Hecht, der in drei Versuchen, kumuliert, die Waage auf 115,5 kg drückte. Henrike Petschmann schaffte es bei den Frauen auf stolze 89,3 kg, während Robin Werner bei den Jungen 53,7 kg drückte und Tess Jedeck bei den Mädchen 39,7 kg. Das Familiensportfest gewann in diesem Jahr die Familie Anja Kazmierowski.
Zum Abschluss des Festes auf dem Sportplatz gab es noch zwei Vorführungen der Kindersportgruppe und der Aerobic-Mädchen. Mit dem Ende der Musik wurde es dann plötzlich laut und spannend. Aus einem Pavillon am Rand des Sportplatzes stieg dicker, heller Qualm auf. Die Freiwillige Feuerwehr Hohenwarthe rückte gemeinsam mit allen Ortfeuerwehren der Gemeinde an. Unzählige rote Fahrzeuge und technische Geräte bildeten den Hintergrund eines fiktiven Einsatzes, in dem die Hohenwarther Feuerwehr zeigen konnte, was sie kann und was es bedeutet Mitglied einer Feuerwehr zu sein. So traten, mit Schläuchen und Atmenschutzmasken ausgerüstet, die Trupps an, um eine leblose Person – in diesem Fall eine Puppe – aus dem Pavillon zu retten. Währenddessen verteilte die Jugendfeuerwehr kleine Flugblätter und warb für den Dienst in der Feuerwehr. Diese Übung war ein großes Anliegen des neuen Ortswehrleiters Karsten Lenz, denn personell gesehen, steht es nicht gut um die Hohenwarther Blauröcke. Nachwuchs und Quereinsteiger werden dringend gesucht, um den Brandschutz im Ort aufrechterhalten zu können.

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