Volkssolidarität über Hüftgelenke

Veröffentlicht am 22.11.2017, 08:02

Volkssolidarität über Hüftgelenke

Am 17.11.17 hatte die Ortsgruppe der VS Schermen zu Ihrem Kaffeenachmittag, den ehemaligen Chefarzt des hiesigen Kreiskrankenhauses Burg als ehrenamtlichen Referenten
zum Thema das künstliche Hüftgelenk gewonnen. Bereits im 1. Quartal dieses Jahres 2017 referierte er über Artrose und Gelenkabnutzung.
Eine große Teilnehmerzahl unsere Ortsgruppe der Volkssolidarität und auch unser Ortsbürgermeister Marko Simon waren der Einladung gefolgt.
Die Veranstaltung wurde durch die Vorsitzende Karin Wucherpfennig mit einer Schweigeminute für zwei verstorbene Mitglieder der Ortsgruppe eröffnet.
Herzlich begrüßt wurde Dr. Karl- Heinz Müller, der seit zwei Jahren seinen verdienten Ruhestand genießt und über seine praktischen Erfahrungen zu diesem Thema referierte.
Bereits um 1890 gab es erste Versuche die durch Knorpelabnutzurig der Hüfte verursachten Schmerzen durch ein künstliches Hüftgelenk zu lindern. Porzellan, Holz und Elfenbein
haben sich nicht bewährt, da diese Werkstoffe vom Körper nicht angenommen wurden. Als bestes lmplantat hat sich der Werkstoff Titan herausgestellt. Probleme gab es im letzten Jahrhundert beim Einwachsen des Fremdstoffes im biologischen System, der Verankerung im Knochen und die Belastbar- und Haltbarkeit. Erste Erfolge gab es in den 1980 Jahren
durch den Einsatz von Knochenzement, Weltweit wurden bisher ca. 1,2 Millionen Hüftprothesen implantiert. Waren es 1989 in Deutschland ca. 55.000 pro Jahr so stieg die Anzahl der
Operationen 2005 auf ca. 180.000 /Jahr. Auch im hiesigen Krankenhaus in Burg wurden seit 1994 erfolgreich ca. 60 Hüftoperationen vorgenommen. Die Tendenz ist steigend.
Operationen machen sich erforderlich sobald erhebliche Schmerzen durch Artrose, bei Abnutzung des Hüftgelenkes, sowie einer Fraktur entstanden sind.
Wichtig nach einer erfolgten Operation ist eine gute Nachbehandlung über eine REHA- Maßnahme, wobei das Laufen wieder gelernt werden muß, um eine Teil- und Vollbelastung
zu erreichen.
Im Anschluß des informativen Vortrages hatte jeder Teilnehmer unserer Veranstaltung die Möglichkeit, persönliche Fragen mit Herrn Dr. K-H Müller zu besprechen.
Als Dankeschön für seinen ehrenamtlichen Vortrag wurde Ihm von Manfred Wucherpfennig ein Blumenstrauß und ein kleines Präsent übergeben.
Für 2018 wurde bereits ein weiterer Termin zum Thema Kniegelenk, Bänder und Meniskus vereinbart.
Fritz Grund
Mitglied der Ortsgruppe 

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