Wolf in Möser gesichtet

Veröffentlicht am 02.10.2015, 10:46

Wolf in Möser gesichtet

Es waren Sergei Prokofjew und die Kinderoper „Papageno“, die den Wolf nach Möser und zu den Schülerinnen und Schülern der Grundschule brachten. Doch keine Angst, der Wolf ward gefangen und in den Zoo gebracht. Nun ist das Geheimnis wohl gelüftet. Der Wolf war gar kein richtiger Wolf und die Kinder brauchten auch gar keine Angst zu haben. Im Gegenteil sie lachten und freuten sich fast eine Stunde lang.
Auch in diesem Jahr kamen nämlich die Wiener Schauspieler nach Möser, um hier ein Stück aufzuführen. Nach der Zauberflöte und Schneewittchen in den Vorjahren, hieß das diesjährige Stück „Peter und der Wolf“. Ein Musikalisches Märchen, welches als Workshop des Musikunterrichtes fungierte und allen Kindern riesigen Spaß bereitete. Ziel des Workshops war es, wie einst 1936, als das Stück zum ersten Mal im Moskauer „zentralen Kindertheater“ aufgeführt wurde, die Kinder an die Musik und Hörstücke durch Leitmotive heranzuführen. Instrumente und Melodien sind festen Figuren und Handlungselementen zugeordnet und schaffen so durch ihren Klang emotionale Verbindungen zu bestimmten Eigenschaften. Das klappt natürlich noch viel besser, wenn das Publikum selbst Teil des Stückes ist. So wurden nicht nur die Hauptcharaktere Vogel, Ente, Katze, Großvater, Wolf, Jäger und der Peter von den Grundschülerinnen und Grundschülern selbst gespielt, sondern auch die einzelnen Bewegungsabläufe wurden gemeinsam mit vorgeführt. So konnte die Geschichte vom tapferen Peter und dem bösen Wolf mit viel Witz und Mitmachelementen erzählt werden. Nachdem das Bühnenbild gemeinsam aufgebaut und die kleinen Schauspielerinnen und Schauspieler mittels Kostümen in ihre Rollen geschlüpft waren, leiteten zwei Wiener Schauspieler ihre jungen Kolleginnen und Kollegen durch das Stück. Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, das Horn, die Pauke und die Geige wurden noch einmal vorgestellt, ehe der Kapellmeister zum Auftritt bat. Am Ende, wir wissen es alle, verschonen die Jäger den Wolf, der Großvater schimpfte und Peter war der Held. Nur die Ente erlebte das Ende der Geschichte nicht, sie wurde ja bekanntlich vom Wolf gefressen.

Noch einmal Proben bevor das Publikum eintrifft
Die Kinder sind da und das Stück wird erklärt gespannt den Worten der Schauspieler lauschen
Oper und Theater verbanden sich stellenweise die Lehrerinnen machten mit eine kleine Darbietung zwischendurch
Dramatik: Der Wolf frisst die Ente Doch Peter fängt den Wolf an der Rute Das Ende: Der Ruf nach den Jägern und dem Großvater

Zurück zur Artikelübersicht